• S.

    14. X. 07
    PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19

    Sehr geehrter Herr Doktor

    Ihr Manuscript ist erst heute angekommen; ich beeile mich, Ihnen dessen Empfang zu bestätigen.  Es wäre mir sehr Recht, wenn ich Ihnen diesen Dienst leisten könnte.  Bis ich's nun selbst gelesen habe, möchte ich um eine Antwort auf die Frage bitten, ob Sie ein Autorenhonorar beanspruchen, was die Willigkeit der Verleger gewiss nicht steigern würde.  Ich werde dann mit Deuticke sprechen, dem allerdings Publikationen dieser Art ferner liegen, sodann mit meinem zweiten Verleger Heller, in dessen Spezialität Ihr Thema eher einschlägt.  Er ist allerdings jung, verfügt nicht über grosse Mittel u dürfte an der Anonymität grossen Anstoss nehmen.  Es wird also nicht leicht werden, aber ich will sehen was sich thun lässt.
    Über die Verwendung Ihrer mir freundlich zugesagten Träume

  • S.

    wollen wir dann schlüssig werden, wenn dieselben vorliegen und wenn das Ausmass der Umarbeitung des Buches feststeht.

    Indem ich Ihren Arbeiten guten Fortgang wünsche

    Ihr sehr
    ergebener
    Dr Freud