• S.

    BERCHTESGADEN, DIETFELDHOF
           20. 7. 08

    Lieber Herr Kollege
    Ihre Arbeit gefällt mir mit jedem Bogen besser. Gestatten Sir mir noch die Bemerkung, daß die sekundäre Bearbeitung (p. 46) nicht ganz richtig beschrieben ist, was sich nach der Traumdeutung leicht rektifizieren ließe. Sie ist zu sehr auf ihr letztes Stück eingeschränkt, die Entstellung beim Erzählen, während ihr Wesentliches die falsche Zentrierung des ganzen Inhalts ist. -
    Über Burghölzli schreibe ich Ihnen nächstens einmal ausführlicher; ich gedenke Ende Sept

  • S.

    nach Zürich zu gehen; über Jung denke ich doch wesentlich günstiger, nicht über Bleuler. Wir Juden haben es im ganzen leichter, da uns das mystische Element abgeht.
    Verzeihen Sie, wenn ich auf Ihre Anfrage betreffs der Kurse für Ärzte nicht geantwortet habe. Ich wäre sehr froh darüber, aber versichern Sie sich doch der Stimmung Oppenheims; Sie sollen doch nicht zu Schaden kommen.
    Mit herzlichem Gruß  Ihr
    Freud