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der Wirtschaftskrise. — „An der Hand der nationalsozialistischen Bewegung wird
gezeigt, daß die familiäre Situation des Kleinbürgertums seine Radikalisierung im
Sinne der politischen Reaktion statt in dem der Revolution abbiegt. Der National-
sozialismus erfüllt die Rebellion der Mittelschichten mit reaktionären Inhalten, zu
deren Annahme die frühere soziale und familiäre Lage besonders disponierte. Die
Analyse des effektiven Gehaltes der Rassen-
theorie ergibt, daß ‚nordisch-rassisch‘
gleich rein, d. h. asexuell setzt, ‚fremdrassig‘ dagegen das Sinnliche, niedrige Tierische
meint.“ – Diskussion: Staub, Schultz-Hencke, Fenichell, Simmel, Bernfeld.Dr. Felix Boehm
SchriftführerMagyarorszagi Pszichoanalitikai Egyesület
II. Quartal 1932
1. April 1932. Generalversammlung. Die neuen, von den Behörden genehmigten
Statuten wurden vorgelegt. Der Vorstand wurde neugewählt und außerdem
Dr. I. Hollós zum Stellvertreter des Präsidenten gewählt.8. April 1932. Dr. M. J. Eisler: Versuch einer Seelenrettung bei Goethe.
22. April 1932. Frau Dr. L. K. Rotter: Eine Phase der weiblichen Libido-
entwicklung.6. Mai 1932. Frau A. Bálint: Referat über die psychoanalytischen Arbeiten
von Frau Dr. Horney.20. Mai 1932. Frau Dr. F. K. Hann: Daten zur Entwicklungslehre der weib-
lichen Sexualität.10. Juni 1932. Dr. I. Hollós: Psychopathologie kleiner telepathischer Er-
scheinungen.24. Juni 1932. Dr. M. Bálint: Charakteranalyse und Neubeginn.
Adressenänderung: Dr. Zs. Pfeifer, Budapest, I., Attila u. 69.Dr. Imre Hermann
SekretärNederlandsche Vereeniging voor Psychoanalyse
I. und II. Quartal 1932
16. Januar 1932 (Haag). Jahresversammlung. In den Vorstand werden wieder-
gewählt: J. H. W. van Ophuijsen (Präsident), A. Endtz (Sekretär) und Dr. F. P.
Muller (Kassier). Prof. Dr. K. H. Bouman wird wiedergewählt als Bibliothekar.M. Katan. Ein Fall von seniler Melancholie.
5. März 1932 (Amsterdam). J. H. van der Hoop: Bedeutung der Cha-
raktertypen von Jung.30. April 1932 (Haag). Die Zusammenarbeit mit der Nederlandsche Vereeniging
voor Psychiatrie en Neurologie wird besprochen auf Grund eines Schreibens
dieser Vereeniging. Angenommen wird, daß ein Mitglied des Vorstandes der Neder-
landsche Vereeniging voor Psychiatrie en Neurologie den Sitzungen der Neder-
landsche Vereeniging voor Psychoanalyse regelmäßig beiwohnen wird. Weiters wird
ein Entwurf neuer Statuten behandelt. Versammlung spricht sich mit 10 gegenS.
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3 Stimmen aus gegen Zulassung von Laien als ordentliche Mitglieder der Vereini-
gung. Vorbereitung einer gemeinsamen Sitzung mit der Niederländischen Vereeniging
voor Psychiatrie en Neurologie.11. Juni 1932 (Amsterdam). Zu dieser Sitzung wurden alle Mitglieder der Neder-
landsche Vereeniging voor Psychiatrie en Neurologie eingeladen. Anwesend waren
ungefähr 60 Mitglieder und Gäste. Nachfolgende Vorträge wurden gehalten:Eröffnung durch den Vorsitzen-
den.Einleitende Worte von Prof. Dr. K. H. Bouman.
Dr. F. P. Müller: Das System der Neurosen und Psychosen vom Standpunkt
der Psychoanalyse.Dr. H. C. Jelgersma: Einige Bemerkungen über die analytische Unter-
suchungsmethode bei Psychosen.M. Katan: Freuds Auffassungen des Über-Ichs.
A. Endtz: Schuldgefühl und Strafbedürfnis.
J. H. W. van Ophuijsen: Die Psychoanalyse als Therapie.
A. Endtz
SekretärNew York Psychoanalytic Society
II. Quartal 193226. April 1932. Dr. F. Alexander (a. G.) über „Trieb- und strukturbedingte
Konflikte“. An Hand von klinischem Material zeigte der Vortragende die gegen-
seitigen Beziehung der triebhaften und strukturellen Gesichtspunkte bei der Er-
klärung neurotischer Konflikte.Im Monat Mai wurde keine Versammlung abgehalten, da die „American Psycho-
Analytic Association“ gemeinsam mit der „American Psychiatric Association“ in
Philadelphia während der letzten Woche des Monats tagte.Folgende Mitglieder der New Yorker Gesellschaft hielten Vorträge vor diesen
Korporationen: Brill, Glueck, French, Zilboorg, Lorand, Kubie, Coriat, McCord
und Lewin.Im Monat Juni wurde keine Sitzung abgehalten.
Herr Dr. Ralph Kaufman, Klinischer Direktor des McLean-Hospitals,
Waverly (Mass.), wurde als nicht ansässiges Mitglied der Gesellschaft gewählt.Société Psychanalytique de Paris
II. Quartal 193219. April 1932. Geschäftliche Sitzung.
23. Mai 1932. Mme. Sokolnicka: „Ein Fall von rascher Heilung.“
Es handelt sich um eine junge Frau, die unter zahlreichen Störungen litt und
nach 17 analytischen Sitzungen geheilt wurde.Dr. Nacht: „Über zwei Fälle psychoanalytischer Behandlung mit raschem
Heilerfolg.“ Es handelt sich im ersten Fall um eine junge zwangsneurotische
Patientin, im zweiten Fall um einen jungen Mann mit genitaler Impotenz. Beide
Fälle wurden nach einer Behandlung von 6 bis 8 Wochen geheilt.
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II) Berichte der Zweigvereinigungen1932-761/1932
1932-761/1932