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Nachstehende Erörterungen setzen Gedankengänge fort, die in
meiner Schrift „Jenseits des Lustprinzips“ 19201 begonnen wurden,
denen ich persönlich, wie dort erwähnt ist, mit einer gewissen
wohlwollenden Neugierde gegenüber stand. Sie nehmen diese
Gedanken auf, verknüpfen sie mit verschiedenen Tatsachen der
analytischen Beobachtung, suchen aus dieser Vereinigung neue
Schlüsse abzuleiten, machen aber keine neuen Anleihen bei der
Biologie und stehen darum der Psychoanalyse näher als das
„Jenseits“. Sie tragen eher den Charakter einer Synthese als
einer Spekulation und scheinen sich ein hohes Ziel gesetzt zu
haben. Ich weiß aber, daß sie beim Gröbsten Halt machen, und
bin mit dieser Beschränkung recht einverstanden.Dabei rühren sie an Dinge, die bisher noch nicht Gegenstand
der psychoanalytischen Bearbeitung gewesen sind, und können
es nicht vermeiden, manche Theorien zu streifen, die von
Nicht-Analytikern oder ehemaligen Analytikern auf ihrem Rück-
zug von der Analyse aufgestellt wurden. Ich bin sonst immer
bereit gewesen, meine Verbindlichkeiten gegen andere Arbeiter
anzuerkennen, fühle mich aber in diesem Falle durch keine
solche Dankesschuld belastet. Wenn die Psychoanalyse gewisse
Dinge bisher nicht gewürdigt hat, so geschah es nie darum, weil
sie deren Leistung übersehen hatte oder deren Bedeutung ver-
leugnen wollte, sondern weil sie einen bestimmten Weg verfolgt,1)Ges. Schriften, Bd. VI.
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Das Ich und das Es1923-003/1925