S.
Dr. M. Eitingon z. Zt. Grand Hôtel Mont Pélerin s/Vevey,
den 12. X. 1929.a
Lieber Herr Professor,
Heute habe ich meine drei Analysanden für den Rest des Monats verabschiedet, und morgen gehen wir nach Florenz.
Ich hoffe sehr, daß Schröder Sie inzwischen von der Berechtigung seiner Absicht, das bis jetzt mit der Prothese Erreichte zu stabilisieren, etwas mehr überzeugt hat, und ich denke, daß es mir gegen Ende November möglich sein wird, nach Wien zu kommen, um mich persönlich zu überzeugen, wie es Ihnen geht. Und wieder einmal über allerlei Geschäftliches zu plaudern.
Von Ferenczi hörte ich dieser Tage erst wieder seit Oxford; er habe sich etwa[s] frei genommen, um ein wenig auszuruhen, und sei schreibunlustig.
Es ist ein herrlicher Herbstnachmittag, frisch schon hier oben, aber hell und von einem ganz besonderen Reiz. Mirra sendet mit mir Ihnen die letzten wärmsten Grüße von hier und die besten Wünsche für Ihr Befinden.
Ihr Ihnen herzlich ergebener
Max Eitingon
Florenz, Villa Elsa, 1-2 Via S. Felice a Ema (Poggio Imperiale)
a Masch. von Briefkopf bis „Befinden“ vor Briefausleitung.
series: General Correspondence, 1871-1996 mss39990, box 24