S.
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sobald sie aufgeworfen wird durch den
Wortlaut des Gesetzes entschieden
zu sein. Nervöse sind Kranke,
Laien sind Nichtärzte, die Psychoanalyse ein
Verfahren zur Heilung oder Besser-
ung der nervösen Leiden, alle solche
Behandlgen sind den Ärzten vorbe-
halten; folglich ist es nicht gestattet
daß Laien die Analyse an Nervösen
üben u strafbar, wenn es doch
geschieht. Bei so einfacher Sachlage
wagt man es kaum, sich mit der
Frage der Laienanalyse zu be-
schäftigen. Indes liegen einige Kom-
plikationen vor, um die sich
das Gesetz nicht kümmert, die
aber darum doch Berücksichtigg
verlangen. Es wird sich vielleicht er-
geben, daß die Kranken in diesem
Falle nicht sind wie andere Kranke,
die Laien nicht eigentlich Laien
und die Ärzte nicht gerade das,
was man von Ärzten erwarten
darf u worauf sie ihre Ansprüche
gründen dürfen. Läßt sich das er-
weisen, so wäre es eine berechtigte For-
derung, das Gesetz nicht ohne Modi-
fikation auf den vorliegenden
Fall anzuwenden.
I.
Ob dies geschehen wird, wird von Personenabhängen, die nicht dazu verpflichtetsind die Besonderheiten einer analyt.Behandlg zu kennen. Es ist unsereAufgabe, diese Eigenheiten, diewir als so weit einschneidend an-erkennen wollen, darzuthun u zu unter-richten. Wir bedauern, daß wir sienicht zu Zuhörern einer solchen Be-handlg machen können. Die analyt.Situation verträgt keinen Dritten.Auch sind die einzelnen Behandlgsstundensehr ungleichwertig; ein solch unbe-fugter Zuhörer der in eine belieb.Sitzung geriete, würde zumeistkeinen verwertbaren Eindruckgewinnen; er käme in Gefahr nichtzu verstehen was zwischen demAnalytiker u dem Patienten verhandeltwird, oder er würde sich langweilen.
S.
3
Er muß sich also wol oder übel mit
unserer Information begnügen, die
wir möglichst vertrauenswürdig abfassen
wollen.
Der Kranke möge also an Stimmungs-
schwankungen leiden, die er nicht be-
herrscht oder an kleinmütiger Ver-
zagtheit, durch die er seine Energie
gelähmt fühlt, da er sich nichts Rechtes
zutraut, oder an ängstlicher Befangen-
heit unter Fremden. Er mag ohne
Verständnis wahrnehmen, daß ihm
die Erledigung seiner Berufsarbeit
Schwierigkeiten macht, aber auch jeder
ernstere Entschluß u jede Unternehm-
ung. Er hat eines Tages – unbe-
kannt woher – einen peinlichen Anfall
von Angstgefühlen erlitten und kann
seither nicht ohne Überwindung
allein über die Straße gehen
oder Eisenbahn fahren, hat beides
vielleicht überhaupt aufgeben müssen.
Oder, was sehr merkwürdig ist, seine
Gedanken gehen ihre eigenen Wege
und lassen sich nicht von seinem
Willen lenken. Sie verfolgen
Probleme, die ihm sehr gleichgiltig
sind, von denen er sich aber
nicht losreißen kann. Es sind ihm
auch höchst lächerliche Aufgaben auf-
erlegt, wie die Anzahl der Fenster
an den Häuserfronten zusammenzu-
zählen, u bei einfachen Verrichtungen
wie: Briefe in ein Postfach werfen,
oder eine Gasflamme abdrehen, gerät
er einen Moment später in Zweifel
ob er es auch wirklich gethan hat.
Das ist vielleicht nur ärgerlich und lästig,
aber der Zustand wird unerträglich,
wenn er sich plötzlich der Idee nicht
erwehren kann, daß er ein Kind
unter die Räder eines Wagens
gestoßen, einen Unbekannten von
der Brücke ins Wasser geworfen
hat, oder wenn er sich fragen muß,
ob er nicht der Mörder ist, den
die Polizei als den Urheber eines
heute entdeckten Verbrechens
sucht. Es ist ja offen-
S.
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barer Unsinn, er weiß es selbst, er hat
nie einem Menschen etwas Böses
gethan, aber wenn er wirklich
der gesuchte Mörder wäre, könnte
die Empfindung – das Schuldgefühl –
nicht stärker sein.
Oder aber, unser Patient – sei es diesmal
eine Patientin – leidet in anderer
Weise und auf anderem Gebiet.
Sie ist Klavierspielerin, aber ihre
Finger verkrampfen sichundver-
sagen den Dienst. Wenn sie
daran denkt in eine Gesellschaft
zu gehen, stellt sich sofort ein
natürliches Bedürfnis bei ihr ein
dessen Befriedigung mit der Gesellig-
keit unverträglich wäre. Sie hat
also darauf verzichtet, Gesellschaften,
Bälle, Theater, Konzerte zu besuchen.
Wenn sie es am wenigsten brauchen
kann, wird sie von heftigen Kopf-
schmerzen oder anderen Schmerz-
sensationen befallen. Eventuell
muß sie jede Mahlzeit durch Er-
brechen von sich geben, was auf die
Dauer bedrohlich werden kann. End-
lich ist es beklagenswert, daß sie
keine Aufregungen verträgt, die
die sich im Leben doch nicht ver-
meiden lassen. Sie verfällt bei
solchen Anlässen in Ohnmachten
oft mit Muskelkrämpfen, die
an gefürchtete unheimliche Krank-
heitszustände erinnern.
Noch andere Kranke fühlen sich gestört
in einem besonderen Gebiet, auf
dem das Gefühlsleben mit Ansprüchen
an den Körper zusammentrifft.
Als Männer finden sie sich unfähig den
zärtlichsten Regungen gegen das
andere Geschlecht körperlichen Aus-
druck zu geben, während ihnen viel-
leicht gegen wenig geliebte Objekte
alle Reaktionen zu Gebote stehen.
Oder ihre Sinnlichkeit bindet
sie an Personen die sie verachten,
von denen sie frei werden
S.
5
möchten. Oder sie stellt ihnen Bedingungen
deren Erfüllung ihnen selbst ab-
widerlich ist. Als Frauen fühlen sie sich
durch Angst u Ekel oder
durch unbekannte Hemmnisse
verhindert den Anforderungen des Geschlechtslebens
nachzukommen, oder wenn sie der
Liebe nachgegeben haben, finden sie
sich um den Genuß betrogen den
die Natur als Prämie auf solche
Gefügigkeit gesetzt hat.
Allediese Personen erkennen sich als krank undsuchenÄrzte auf, von
denen man ja die Beseitigung solcher
nervösen Störungen erwartet. Die
Ärzte führen auch die Kategorien
unter denen man diese Leiden
unterbringt, sie diagnostizieren sie
je nach ihren Standpunkten mit
verschiedenen Namen: Neurasthenie
Psychasthenie, Phobien, Zwangsneurose
Hysterie. Sie untersuchen die Organe,
welche die Symptome geben: das
Herz, den Magen, den Darm, die
Genitalien u finden sie gesund.
Sie raten zu Unterbrechungen der ge-
wohnten Lebensweise, Erholungen,
kräftigenden Prozeduren tonisiere-
nden Medikamenten, erzielen
dadurch vorübergehende Erleichterung
oder auch nichts. Endlich hören die
Kranken daß es Personen giebt
die sich ganz speciell mit der
Behandlung solcher Leiden beschäftigen
u treten in die Analyse bei ihnen ein.
Unser Unparteiischer, den ich als gegen-
wärtig vorstelle, hat während der Aufzählg
der krankhaften der Symptome Zeichen von
Ermüdung Ungeduld von sich gegeben. Nun wird
er aufmerksam, gespannt u äußert
sich auch so: „Jetzt werden wir also er-
fahren, was der Analytiker mit
dem Patienten vornimmt, dem der Arzt
nicht helfen konnte.“
Es geht nichts anderes zwischen ihnen
vor, als daß sie miteinander
reden. Der Analytiker verwendet
S.
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weder Instrumente, nicht einmal zur
Untersuchung, noch verschreibt er
Medikamente. Wenn es irgend möglich
ist, läßt er den Kranken sogar in
seiner Umgebung u in seinen Ver-
hältnissen, während er ihn behandelt.
Das ist natürlich keine Bedingung, kann
auch nicht immer so durchgeführt werden.
Der Analytiker bestellt den Patientenzueiner
bestimmten Stunde des Tages, läßt
ihn reden, hört ihn an, spricht dann
zu ihm u läßt ihn zuhören.
Die Miene unseres Unparteiischen
zeugt nun von unverkennbarer Er-
leichterung und Entspannung, verrät
aber auch deutlich eine gewisse
Geringschätzung. Es ist als ob er
denken würde: Weiter nichts als das?
Worte, Worte und wiederum Worte
wie Prinz Hamlet sagt. Es geht ihm
gewiß auch die Spottrede Mephistos
durch den Sinn wie bequem sich
mit Worten wirtschaften läßt,
Verse, die kein Deutscher je vergessen
wird.
Er sagt auch: „Das ist also eine Art von
Zauberei, Sie reden und blasen
so seine Leiden weg.“
Ganz richtig, es wäre Zauberei, wenn
es rascher wirken würde. Zum Zauber
gehört unbedingt die Schnelligkeit,
man möchte sagen: Plötzlichkeit,
des Erfolges. Aber die analytischen
Behandlungen brauchen Monate und
selbst Jahre; ein so langsamer
Zauber verliert den Charakter
des Wunderbaren. Wir wollen
übrigens das Wort nicht verachten.
Es ist doch ein mächtiges Instrument,
es ist das Mittel durch das wir einander
unsere Gefühle kundgeben, der Weg
auf den anderen Einfluß zu nehmen.
Worte können unsagbar wohlthun
und fürchterliche Verletzungen zu-
fügen. Gewiß, zu allem Anfang
war die That, das Wort kam später,
es war unter manchen Verhältnissen
ein kultureller Fortschritt, wenn
sich die That zum Wort ermäßigte.
Aber das Wort war doch ursprünglich
ein Zauber, ein magischer Akt,
S.
7
und es hat noch viel von seiner alten
Kraft bewahrt.
Der Unparteiische setzt fort: „Nehmen
wir an, daß der Patient nicht besser
auf das Verständnis der analytischen
Behandlg vorbereitet ist als ich, wie
wollen Sie ihn an den Zauber des
Wortes oder der Rede glauben
machen, der ihn von seinen Leiden
befreien soll.“
Man muß ihm natürlich eine Vor-
bereitung geben, und es findet sich
ein einfacher Weg dazu. Man for-
dert ihn auf, mit seinem Analytiker
ganz aufrichtig zu sein, nichts mit Ab-
sicht zurückzuhalten was ihm in
den Sinn kommt, in weiterer Folge
sich über alle Abhaltungen hinweg-
zusetzen, die manche Gedanken
oder Erinnerungen von der Mit-
teilung ausschließen möchten. Jeder
Mensch weiß, daß es bei ihm solche
Dinge giebt, die er anderen nur sehr
ungern mitteilen würde, und
oder die er überhauptdavonvon der Mit-
teilungvornwegfür ausgeschlossen
hält. Es sind seine „Intimitäten“.
Er ahnt auch, was einen großen Fort-
schritt in der psychologischen Selbstbe-
kenntnis bedeutet, daß es andere
Dinge giebt, die man sich selbst nicht
eingestehen möchte, die man gerne
vor sich selbst verbirgt, die man
darum kurz abbricht und aus seinem
Denken verjagt, wenn sie doch
auftauchen. Vielleicht bemerkt er selbst
den Ansatz eines sehr merkwürdigen
psychologischen Problems in der
Situation, daß ein eigener Gedanke
vor dem eigenen Selbst geheim
gehalten werden soll. Das ist ja,
als ob sein Selbst nicht mehr die Ein-
heit wäre, für die er es immer
hält, als ob es noch etwas anderes
in ihm gäbe, was sich diesem Selbst
entgegenstellen kann. Etwas wie
ein Gegensatz zwischen dem Selbst
u einem Seelenleben im weiteren
Sinne mag sich ihm dunkel anzeigen.
Wenn er nun die Forderung der Analyse
alles zu sagen annimmt, wird er leicht
der Erwartung zugänglich, daß ein
S.
8
Verkehr und Gedankenaustausch unter so
ungewöhnlichen Voraussetzungen auch
zu eigenartigen Wirkungen führen
könnte.
„Ich verstehe,“ sagt unser unparteiischer
Zuhörer. „Sie nehmen an, daß jeder
Nervöse etwas hat was ihn bedrückt,
ein Geheimnis, und indem Sie ihn ver-
anlassen es auszusprechen, entlasten Sie
ihn von dem Druck u thun ihm
wohl. Das ist ja das Prinzip der
Beichte, dessen sich die katholische Kirche seit
jeher zur Versicherung ihrer Herr-
schaft über die Gemüter bedient hat.
Ja u nein, müssen wir antworten.
Die Beichte geht wol in die Analyse
ein, als ihre Einleitung gleichsam. Aber
weit davon entfernt, daß sie das
Wesen der Analyse träfe oder ihre
Wirkung erklärte. In der Beichte
sagt der Sünder was er weiß, in
der Analyse soll der Neurotiker
mehr sagen. Auch wissen wir nicht
davon daß die Beichte je die Kraft
entwickelt hätte, direkte Krank-
heitssymptome zu beseitigen.
Dann verstehe ich es doch nicht,“ ist die
Entgegnung. „Was soll es wol heißen:
mehr sagen, als er weiß? Ich kann
mich aber vorstellen, daß Sie als Ana-
lytiker einen stärkeren Einfluß auf
Ihren Patienten gewinnen als der Beicht-
vater auf das Beichtkind, weil Sie
sich mit ihm soviel länger, intensiver
u auch individuellerArtmit ihm ab-
geben, und daß Sie diesen gesteiger-
ten Einfluß dazu benützen, ihn
von seinen krankhaften Gedanken
abzubringen, ihm seine Befürchtungen
auszureden usw. Es wäre merk-
würdig genug, daß es auf diese
Weise gelänge, auch rein kör-
perliche Erscheinungen wie Erbrechen
Diarrhöen, Krämpfe zu beherrschen
aber ich weiß davon, daß solche
Beeinflussungen sehr wol möglich sind
wenn man einen Menschen in den
hypnotischen Zustand versetzt hat.
Wahrscheinlich erzielen Sie durch Ihre
Bemühung um den Pat. eine
S.
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solche hypnot. Beziehung, eine suggestive Bindg
an Ihre Person, auch wenn sie es nicht
beabsichtigen, und die Wunder Ihrer
Therapie sind dann Wirkungen der
hypnotischen Suggestion. Soviel ich
weiß arbeitet aber die hypnotische
Therapie viel rascher als Ihre Analyse,
die, wie Sie sagen Monate und Jahre
dauert.
Unser Unparteiischer ist weder so un-
wissend noch so ratlos, wie wir ihn anfangs
eingeschätzt hatten. Es ist unverkennbar
daß er sich bemüht, die Psychoanalyse
mit Hilfe seiner früheren Kenntnisse
zu begreifen, sie an etwas anzu-
schließen was er schon weiß. Wir haben
jetzt die schwierige Aufgabe, ihm
klarzumachen, daß dies nicht gelingen
wird, daß die Analyse ein Verfahren
sui generis, etwas Neues und
Eigenartiges ist was nur mit Hilfe
neuer Einsichten – oder wenn man
will: Annahmen – begriffen werden
kann. Aber wir sind ihm auch noch
die Antwort auf seine letzten Be-
merkungen schuldig.
Was Sie von dem besonderen per-
sönlichen Einfluß des Analytikers
gesagt haben, ist gewiß sehr beachtens-
wert. Ein solcher Einfluß existiert und
spielt in der Analyse eine große
Rolle. Aber nicht dieselbe, wie beim
Hypnotismus. Es müßte gelingen Ihnen
zu beweisen, daß die Situationen
hier und dort ganz verschiedene
sind. Es mag die Bemerkung genügen
daß wir diesen persönlichen Einfluß – das
suggestive Moment – nicht dazu verwenden
um die Leidenssymptome zu unterdrücken
wie es bei der hypnotischen Suggestion
geschieht. Ferner, daß es irrig wäre zu glau-
ben dies Moment sei durchaus der Träger
und Förderer der Behandlung. Zu Anfang
wol; aber später widersetzt es sich unseren
analytischen Absichten und nötigt uns zu
den ausgiebigsten Gegenmaßnahmen.
S.
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Auch möchte ich Ihnen an einem Beispiel
zeigen, wie ferne der analytischen
Technik das Ablenken und Ausreden
liegt. Wenn unser Patient an einem
Schuldgefühl leidet, als ob er ein
schweres Verbrechen begangen hätte,
so raten wir ihm nicht, sich unter Be-
tonung seiner unzweifelhaften
Schuldlosigkeit über diese Gewissens-
qual hinwegzusetzen; das hat er
schon selbst erfolglos versucht.
Sondern wir mahnen ihn daran, daß
eine so starke und andauernde
Empfindung doch in etwas Wirklichem
begründet sein muß, was vielleicht
aufgefunden werden kann.
Es sollte mich wundern, meint der
Unparteiische, wenn Sie durch solches
Zustimmen das Schuldgefühl Ihres
Patienten beschwichtigen könnten. Aber
was sind denn Ihre analytischen
Absichten und was nehmen Sie mit
dem Pat. vor?
II.
Wenn ich Ihnen etwas Verständliches
sagen soll, so muß ich Ihnen wol ein
Stück einer psychologischen Lehre mit-
teilen, die außerhalb der analy-
tischen Kreise nicht bekannt ist oder
nicht gewürdigt wird. Aus dieser Theorie
wird sich leicht ableiten lassen, was wir
von dem Kranken wollen u auf
welche Art wir es erreichen. Ich trage
sie Ihnen dogmatisch vor, als ob sie ein fertiges
Lehrgebäude wäre. Glauben Sie aber nicht
daß sie gleich als solches wie ein philoso-
phisches System entstanden ist. Wir haben sie
sehr langsam entwickelt, um jedes
Stückchen lange gerungen, sie in
stetem Kontakt mit der Beobachtung
fortwährend modifiziert, bis sie endlich
eine Form gewonnen hat, in der
sie uns für unsere Zwecke zu
genügen scheint. Noch vor einigen
Jahren hätte ich diese Lehre in
anderen Ausdrücken kleiden müssen.
Ich kann Ihnen natürlich nicht
dafür einstehen, daß wir in
Ausdrucksform, die definitive
bleiben wird. Die Wissenschaft ist
keine Offenbarung, sie entbehrt lange über ihre Anfänge hin-
weg der Attribute der Bestimmtheit, Unwandelbarkeit, Unfehlbarkeit,
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Die Frage der Laienanalyse1926-002/1926.01
1926-002/1926.01/1