• S.

    Aus der Geschichte 
    einer infantilen Neurose

    von

    Sigm. Freud

    „Zwingender als allgemeine Erörterungen bringt uns so eine aus- 
    führliche Krankengeschichte dem Freudismus näher. Diese zum Teil 
    nachträgliche Analyse einer Neurose, die beim vierjährigen Kinde 
    als Angst vor geträumten Wölfen begann, sich dann in krankhafte 
    Frömmigkeit umsetzte und im jugendlichen Mannesalter schließlich 
    den Charakter eines schweren Zwanges aufwies, hat auf unge- 
    ahnte Möglichkeiten der Psychoanalyse Licht geworfen und ge- 
    hört zu Freuds klassischen Schriften. Die vom ebenso kühn schür- 
    fenden wie skeptischen Verfasser mit sich selbst geführte Diskussion, 
    ob die in der Analyse rekonstruierte Urszene (die Belauschung 
    des elterlichen Geschlechtsverkehrs) wirklich erlebt worden ist, 
    oder ob die Phantasie des Kindes eine Anleihe bei dem Er- 
    innerungsschatz der Gattung macht, wirkt als eine spirituelle Höchst- 
    leistung auf steilen Graten der Erkenntnis geradezu 
    spannend und atemraubend.“ („Nation“).

    Internationaler Psychoanalytischer Verlag

    Leipzig / Wien / Zürich

  • S.

    Internationaler 
    Psychoanalytischer Verlag

    Leipzig, Hospitalstrasse 10 
    Wien, VII. Andreasgasse 3

    TAGEBUCH

    EINES

    HALBWÜCHSIGEN MÄDCHENS

    HERAUSGEGEBEN VON

    DR. HERMINE HUG-HELLMUTH

    Dritte Auflage

    (6.—10. Tausend)

    Das Tagebuch ist ein Juwel. Noch niemals hat man 
    in solcher Klarheit und Wahrhaftigkeit in die Seelen- 
    regungen hineinblicken können, welche die Entwick- 
    lung des Mädchens unserer Gesellschafts- und Kul- 
    turstufe in den Jahren der Vorpubertät kennzeichnen. 
    (Prof. Freud)

    „Literarisches Echo“: Weibliche Wesen der bür- 
    gerlichen Welt werden sich beim Tagebuch Seite um 
    Seite zurückversetzt fühlen in ihr Einst; männliche 
    Wesen wird es statt dessen manche Kleinigkeit 
    mitteilen, die sie noch nicht wußten. 
    (Lou Andreas-Salomé)

    „Vossische Zeitung“: Denkt euch Wedekinds 
    kleine Wendla, die am „Frühlings-Erwachen“ so tra- 
    gisch zugrundegeht, habe ihre Erlebnisse aufge- 
    zeichnet, denkt sie euch in Geheimratskreise und 
    auf Wiener Boden versetzt. 
    (Monty Jacobs)

    „Frankfurter Zeitung“: Der Londoner Zensor 
    war sicher der Meinung, es komme ausschließlich in 
    Wien, oder höchstens noch bei sonstigen Hunnen vor, 
    daß den Denken und Fühlen junger Mädchen durch 
    bevorstehende physiologische Erscheinungen lebhaft 
    beschäftigt wird. In der Kontinentalrasse steckt die 
    Schweinerei.

    „Neue Freie Presse“: Mir scheint dieses Buch 
    eines der kostbarsten, das je die Wissenschaft Hand 
    in Hand mit dem Zufall dargeboten. 
    (Stefan Zweig)

    „The New Statesman“: Gretel Lainer (the name 
    chosen by the psycho-analytical society) belongs to 
    the Casanova type of autobiographer rather than 
    to that of Rousseau and Bashkirtseff. She is 
    singularly little troubled with her own personality. 
    She writes from a breathless interest in the world 
    around rather than from any morbid taste for intro- 
    spection or self explanation ... But it is difficult 
    to understand why any class of grown-up people 
    should be warned off it. Nothing could be more 
    healthy minded, less indecent or morbid than Greta's 
    interest in sex questions.

  • S.

    Internationaler 
    Psychoanalytischer Verlag

    Leipzig, Hospitalstrasse 10 
    Wien, VII. Andreasgasse 3

    Der

    Seelensucher

    Ein psychoanalytischer Roman

    von Georg Groddeck

    Contra:

    „Neue Freie Presse“: ... Unappetitliche Masse 
    ... die Psychoanalyse durch Ordinärheit zu dis- 
    kreditieren. 
    (Herbert Silberer)

    „Bücherei und Bildungspflege“: ... Wegen 
    seines Obermaßes an Zynismus in erotischen und 
    religiösen Dingen unbrauchbar.

    Pro:

    „Frankfurter Zeitung“: ... ein ungewöhnlich 
    geistreicher Kerl, der sehr amüsant zu reden weiß. 
    Der Stil erinnert etwas an die Pickwickier, wenn 
    auch der Inhalt durchaus nicht so harmlos ist. 
    (Dr. Drill)

    „Imago“: ... Der erziehliche Wert liegt darin, daß 
    Groddeck, wie einst Swift, Rabelais, Balzac, dem 
    pietistisch-hypokritischen Zeitgeist die Maske vom 
    Gesicht reißt. 
    (Dr. Ferenczi)

    „Die Wage“: Das Buch ist von einer imponieren- 
    den Rücksichtslosigkeit.

    „Wiener Freimaurer-Zeitung“: Ein Schalk, 
    der lustig, ausgelassen und frivol ist und doch zum 
    Denken reizt ... Prüde Flachköpfe, Philister, laßt 
    die Hände davon, aber Ihr, die Ihr lachen könnt, 
    bis die Augen tränen, macht Euch in Eurer stillen 
    Ecke über dieses Buch.

    „Berliner Tageblatt“: ... Ein Buch von eigen- 
    tümlicher spiritueller Schärfe, die ihre Zeichen ins 
    Hirn des Lesers ätzt. Was sonst als erzählende 
    Prosa Humor übt, scheint Wasser neben 
    dieser Quintessenz. So was Freches, Unge- 
    niertes, raffiniert Gescheit-Verrücktes ist von Er- 
    zählern unserer Sprache noch nicht gewagt worden. 
    Der Held Thomas, der als Don Quixote Sigmund 
    Freudscher Weltanschauung streitbar durch die 
    deutschen Lande zieht, in die wunderlichsten Händel 
    und skurrilsten Abenteuer gerät, ist ein urgemüt- 
    liches Gespenst, das seine Hirnschale in Händen 
    hält und aus dem muntren Qualm, der ihr entsteigt, 
    die Welt deutet ... Eine Figur, so voll der kost- 
    barsten Narrheit, ist auch durch keinen deutschen 
    Roman gewandelt ... Hier lehrt einer, zum Gau- 
    dium des Lesers, die Welt über den psycho- 
    analytischen Stock springen. Solche lustige 
    Abenteuerfahrt des Gedankens hat noch kein 
    deutscher Mann gewagt. 
    (Alfred Polgar)

  • S.

    INTERNATIONALER PSYCHOANALYTISCHER VERLAG

    Wien, VII. Andreasgasse 3



     

    SIGM. FREUD

    GESAMMELTE SCHRIFTEN

    I

    Studien über Hysterie / Frühe Arbeiten 
    zur Neurosenlehre (1892—99) (Charcot — 
    Ein Fall von hypnot. Heilung nebst Bemerkungen über d. 
    Entstehung hyster. Symptome durch d. Gegenwillen — 
    Quelques considérations pour une étude comparative 
    des paralysies motrices organ. et hystériques — Die 
    Abwehr-Neuropsychosen — Über die Berechtigung, von 
    d. Neurasthenie einen bestimmten Symptomenkomplex 
    als „Angstneurose“ abzutrennen — Obsessions et phobies 
    — Zur Kritik d. Angstneurose — Weitere Bemerkungen 
    über die Abwehr-Neuropsychosen — L'hérédité et 
    l'étiologie des névroses — Zur Ätiologie der Hysterie 
    — Die Sexualität in der Ätiologie der Neurosen 
    — Über Deckerinnerungen)

    II

    Die Traumdeutung

    III

    Nachträge zur Traumdeutung / Über 
    den Traum / Beiträge zur Traumlehre 
    (Märchenstoffe in Träumen — Ein Traum als Beweis- 
    mittel — Traum und Telepathie — Bemerkungen zur 
    Theorie und Praxis der Traumdeutung)

    IV

    Zur Psychopathologie des Alltagslebens 
    / Das Interesse an der Psychoanalyse / 
    Über Psychoanalyse / Zur Geschichte 
    der psychoanalytischen Bewegung

    V

    Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie / 
    Arbeiten zum Sexualleben und zur Neu- 
    rosenlehre (Meine Ansichten über die Rolle der 
    Sexualität in der Ätiologie der Neurosen — Zur se- 
    xuellen Aufklärung der Kinder — Die „kulturelle“ 
    Sexualmoral und die Nervosität — Über infantile 
    Sexualtheorien — Beiträge z. Psychologie des Liebes- 
    lebens: Über einen besonderen Typus der Objektwahl 
    beim Manne. Über die allgemeinste Erniedrigung des 
    Liebeslebens. Das Tabu der Virginität — Die infantile 
    Genitalorganisation — Zwei Kinderlügen — Gedanken- 
    assoziation eines 4jähr. Kindes — Hysterische Phan- 
    tasien und ihre Beziehung zur Bisexualität — Über 
    den hysterischen Anfall — Charakter und Analerotik 
    — Über Triebumsetzungen, insbesondere der Anal- 
    erotik — Die Disposition zur Zwangsneurose — Mit- 
    teilung eines der psychoanalytischen Theorie wider- 
    sprechenden Falles von Paranoia — Die psychogene 
    Sehstörung in psychoanalytischer Auffassung — Eine 
    Beziehung zwischen einem Symbol und einem Symptom 
    — Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher 
    Homosexualität — „Ein Kind wird geschlagen“ — 
    Das ökonomische Problem des Masochismus — Über 
    einige neurotische Mechanismen bei Eifersucht, Pa- 
    ranoia u. Homosexualität — Über neurot. Erkrankungs-

    typen — Formulierungen über die zwei Prinzipien des 
    psychischen Geschehens — Neurose und Psychose — 
    Der Untergang des Ödipuskomplexes) / Metapsy- 
    chologie (Einige Bemerkungen über den Begriff des 
    Unbewußten in der PsA. — Triebe u. Triebschicksale — 
    Die Verdrängung — Das Unbewußte — Metapsycholog. 
    Ergänzung z. Traumlehre — Trauer und Melancholie)

    VI

    Zur Technik (Die Freudsche psychoanalytische 
    Methode — Über Psychotherapie — Die zukünftigen 
    Chancen der psychoanalytischen Therapie — Über 
    „wilde“ Psychoanalyse — Die Handhabung der Traum- 
    deutung in der Psychoanalyse — Zur Dynamik der 
    Übertragung — Ratschläge für den Arzt bei der psy- 
    choanalytischen Behandlung — Über fausse recon- 
    naissance [„déjà raconté“] während der psychoana- 
    lytischen Arbeit — Zur Einleitung der Behandlung 
    — Erinnern, Wiederholen u. Durcharbeiten — Bemer- 
    kungen über die Übertragungsliebe — Wege der psycho- 
    analyt. Therapie — Zur Vorgeschichte der analyt. Tech- 
    nik) / Zur Einführung des Narzißmus / 
    Jenseits d. Lustprinzips / Massenpsycho- 
    logie u. Ich-Analyse / Das Ich u. das Es /

    VII

    Vorlesungen zur Einführung in die 
    Psychoanalyse

    VIII

    Krankengeschichten (Bruchstück einer Hysterie- 
    analyse — Analyse der Phobie eines 5jähr. Knaben 
    — Ueber einen Fall v. Zwangsneurose — Psa. Bemerkun- 
    gen über einen autobiograph. beschriebenen Fall v. Para- 
    noia — Aus der Geschichte einer infantilen Neurose)

    IX

    Der Witz und seine Beziehung zum 
    Unbewußten / Der Wahn und die Träume 
    in W. Jensens „Gradiva“ / Eine Kind- 
    heitserinnerung des Leonardo da Vinci

    X

    Totem und Tabu / Arbeiten zur Anwen- 
    dung der Psychoanalyse (Tatbestandsdia- 
    gnostik und Psychoanalyse — Zwangshandlungen und 
    Religionsübung — Ueber den Gegensinn der Urworte 
    — Der Dichter und das Phantasieren — Mytholo- 
    gische Parallele zu einer plastischen Zwangsvorstellung 
    — Das Motiv der Kästchenwahl — Der Moses des 
    Michelangelo — Einige Charaktertypen aus der psy- 
    choanalytischen Arbeit — Zeitgemäßes über Krieg und 
    Tod — Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse — Eine 
    Kindheitserinnerung aus „Dichtung und Wahrheit“ — 
    Das Unheimliche — Eine Teufelsneurose im 17. Jahrh.)

    X

    Nachträge / Bibliographie / Register


    Prospekte auf Verlangen!