• S.

    224

    Übertragung, die das stärkste Motiv für die Beteiligung des Analysierten an
    der gemeinsamen analytischen Arbeit ist. Man wird also von diesen Ver-
    fahren keinesfalls viel erwarten dürfen.

    So erübrigt also nur jener Weg, den man ursprünglich wahrscheinlich allein
    im Auge gehabt hat. Man erzählt dem Patienten von den Möglichkeiten an-
    derer Triebkonflikte und weckt seine Erwartung, daß sich dergleichen auch
    bei ihm ereignen könnte. Man hofft nun, solche Mitteilung und Warnung
    werde den Erfolg haben, beim Patienten einen der angedeuteten Konflikte
    in bescheidenem und doch zur Behandlung zureichendem Maß zu akti-
    vieren. Aber diesmal gibt die Erfahrung eine unzweideutige Antwort. Der
    erwartete Erfolg stellt sich nicht ein. Der Patient hört die Botschaft wohl,
    allein es fehlt der Widerhall. Er mag sich denken: Das ist ja sehr interessant,
    aber ich verspüre nichts davon. Man hat sein Wissen vermehrt und sonst
    nichts in ihm verändert. Der Fall ist ungefähr derselbe wie bei der Lektüre
    psychoanalytischer Schriften. Der Leser wird nur bei jenen Stellen „auf-
    geregt“, in denen er sich getroffen fühlt, die also die in ihm derzeit wirk-
    samen Konflikte betreffen. Alles andere läßt ihn kalt. Ich meine, man kann
    analoge Erfahrungen machen, wenn man Kindern sexuelle Aufklärungen
    gibt. Ich bin weit entfernt zu behaupten, es sei ein schädliches oder über-
    flüssiges Vorgehen, aber man hat offenbar die vorbeugende Wirkung dieser
    liberalen Maßregel weit überschätzt. Die Kinder wissen jetzt etwas, was sie
    bisher nicht gewußt haben, aber sie machen nichts mit den neuen, ihnen
    geschenkten Kenntnissen. Man überzeugt sich, daß sie nicht einmal so rasch
    bereit sind, ihnen jene, man möchte sagen: naturwüchsigen, Sexualtheorien
    zum Opfer zu bringen, die sie im Einklang mit und in Abhängigkeit von
    ihrer unvollkommenen Libidoorganisation gebildet haben, von der Rolle des
    Storchs, von der Natur des sexuellen Verkehrs, von der Art, wie die Kinder
    zustande kommen. Noch lange Zeit, nachdem sie die sexuelle Aufklärung
    empfangen haben, benehmen sie sich wie die Primitiven, denen man das
    Christentum aufgedrängt hat und die im Geheimen fortfahren, ihre alten
    Götzen zu verehren.

    V.

    Wir sind von der Frage ausgegangen, wie man die beschwerlich lange
    Dauer einer analytischen Behandlung abkürzen kann, und sind dann, immer
    noch vom Interesse für zeitliche Verhältnisse geleitet, zur Untersuchung fort-
    geschritten, ob man Dauerheilung erzielen oder gar durch vorbeugende Be-
    handlung zukünftige Erkrankung fernhalten kann. Wir haben dabei als maß-
    gebend für den Erfolg unserer therapeutischen Bemühung erkannt die Ein-

  • S.

    225

    flüsse der traumatischen Ätiologie, die relative Stärke der zu beherrschenden
    Triebe und etwas, was wir die Ichveränderung nannten. Nur bei dem zweiten
    dieser Momente haben wir ausführlicher verweilt, hatten dabei Anlaß, die
    überragende Wichtigkeit des quantitativen Faktors anzuerkennen und das
    Anrecht der metapsychologischen Betrachtungsweise bei jedem Erklärungs-
    versuch zu betonen.

    Über das dritte Moment, das der Ichveränderung, haben wir noch nichts
    geäußert. Wenden wir uns ihm zu, so empfangen wir den ersten Eindruck,
    daß hier viel zu fragen und zu beantworten ist und daß, was wir dazu zu
    sagen haben, sich als sehr unzureichend erweisen wird. Dieser erste Eindruck
    hält auch bei weiterer Beschäftigung mit dem Problem stand. Die analy-
    tische Situation besteht bekanntlich darin, daß wir uns mit dem Ich der
    Objektperson verbünden, um unbeherrschte Anteile ihres Es zu unterwerfen,
    also sie in die Synthese des Ichs einzubeziehen. Die Tatsache, daß ein solches
    Zusammenarbeiten beim Psychotiker regelmäßig mißlingt, leiht unserem Ur-
    teil einen ersten festen Punkt. Das Ich, mit dem wir einen solchen Pakt
    schließen können, muß ein normales Ich sein. Aber ein solches Normal‑Ich
    ist, wie die Normalität überhaupt, eine Idealfiktion. Das abnorme, für unsere
    Absichten unbrauchbare Ich ist leider keine. Jeder Normale ist eben nur
    durchschnittlich normal, sein Ich nähert sich dem des Psychotikers in dem
    oder jenem Stück, in größerem oder geringerem Ausmaß, und der Betrag der
    Entfernung von dem einen und der Annäherung an das andere Ende der
    Reihe wird uns vorläufig ein Maß für die so unbestimmt gekennzeichnete
    „Ichveränderung“ sein.

    Fragen wir, woher die so mannigfaltigen Arten und Grade der Ichver-
    änderung rühren mögen, so ist die nächste unvermeidliche Alternative, sie
    sind entweder ursprünglich oder erworben. Der zweite Fall wird leichter
    zu behandeln sein. Wenn erworben, dann gewiß im Laufe der Entwicklung
    von den ersten Lebenszeiten an. Von allem Anfang an muß ja das Ich seine
    Aufgabe zu erfüllen suchen, zwischen seinem Es und der Außenwelt im
    Dienste des Lustprinzips vermitteln, das Es gegen die Gefahren der Außen-
    welt behüten. Wenn es im Laufe dieser Bemühung lernt, sich auch gegen
    das eigene Es defensiv einzustellen und dessen Triebansprüche wie äußere
    Gefahren zu behandeln, so geschieht dies wenigstens zum Teil darum, weil
    es versteht, daß die Triebbefriedigung zu Konflikten mit der Außenwelt
    führen würde. Das Ich gewöhnt sich dann unter dem Einfluß der Erziehung,
    den Schauplatz des Kampfes von außen nach innen zu verlegen, die innere
    Gefahr zu bewältigen, ehe sie zur äußeren geworden ist, und tut wahr-

  • S.

    226

    scheinlich zumeist gut daran. Während dieses Kampfes auf zwei Fronten
    – später wird eine dritte Front hinzukommen – bedient sich das Ich ver-
    schiedener Verfahren, um seiner Aufgabe zu genügen, allgemein ausdrückt,
    um Gefahr, Angst, Unlust zu vermeiden. Wir nennen diese Verfahren „Ab-
    wehrmechanismen“. Sie sind uns noch nicht erschöpfend genug be-
    kannt. Das Buch von Anna Freud hat uns einen ersten Einblick in ihre
    Mannigfaltigkeit und vielseitige Bedeutung gestattet.4)

    Von einem dieser Mechanismen, von der Verdrängung, hat das Studium
    der neurotischen Vorgänge überhaupt seinen Ausgang genommen. Es war
    nie ein Zweifel daran, daß die Verdrängung nicht das einzige Verfahren ist,
    das dem Ich für seine Absichten zu Gebote steht. Immerhin ist sie etwas
    ganz Besonderes, das von den anderen Mechanismen schärfer geschieden ist
    als diese untereinander. Ich möchte ihr Verhältnis zu diesen anderen durch
    einen Vergleich deutlich machen, weiß aber, daß in diesen Gebieten Ver-
    gleichungen nie weit tragen. Man denke also an die möglichen Schicksale
    eines Buches zur Zeit, als Bücher noch nicht in Auflagen gedruckt, sondern
    einzeln geschrieben wurden. Ein solches Buch enthalte Angaben, die in
    späteren Zeiten als unerwünscht betrachtet werden. Etwa wie nach Robert
    Eisler5) die Schriften des Flavius Josephus Stellen über Jesus Christus
    enthalten haben müssen, an denen die spätere Christenheit Anstoß nahm.
    Die amtliche Zensur würde in der Jetztzeit keinen anderen Abwehrmecha-
    nismus anwenden als die Konfiskation und Vernichtung jedes Exemplars der
    ganzen Auflage. Damals wandte man verschiedene Methoden zur Unschäd-
    lichmachung an. Entweder die anstößigen Stellen wurden dick durchge-
    strichen, so daß sie unleserlich waren; sie konnten dann auch nicht abge-
    schrieben werden und der nächste Kopist des Buches lieferte einen tadellosen
    Text, aber an einigen Stellen lückenhaft und vielleicht dort unverständlich.
    Oder man begnügte sich nicht damit, wollte auch den Hinweis auf die Ver-
    stümmelung des Textes vermeiden; man ging also dazu über, den Text zu
    entstellen. Man ließ einzelne Worte aus oder ersetzte sie durch andere, man
    schaltete neue Sätze ein; am besten strich man die ganze Stelle heraus und
    fügte an ihrer Statt eine andere ein, die das genaue Gegenteil besagte. Der
    nächste Abschreiber des Buches konnte dann einen unverdächtigen Text
    herstellen, der aber verfälscht war; er enthielt nicht mehr, was der Autor
    hatte mitteilen wollen, und sehr wahrscheinlich war er nicht zur Wahrheit
    korrigiert worden.

    Wenn man den Vergleich nicht allzu strenge durchführt, kann man sagen,

    4) Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen. Int. Psa. Verlag, Wien, 1936.

    5) Robert Eisler: Jesus Basileus. Religionswissenschaftliche Bibliothek, begründet von
    W. Streitberg, Band 9, Heidelberg bei Carl Winter, 1929.

  • S.

    227

    die Verdrängung verhält sich zu den anderen Abwehrmethoden wie die Aus-
    lassung zur Textentstellung, und in den verschiedenen Formen dieser Ver-
    fälschung kann man die Analogien zur Mannigfaltigkeit der Ichverände-
    rung finden. Man kann den Einwand versuchen, dieser Vergleich gleite in
    einem wesentlichen Punkte ab, denn die Textentstellung ist das Werk einer
    tendenziösen Zensur, zu der die Ichentwicklung kein Gegenstück zeigt. Aber
    dem ist nicht so, denn diese Tendenz wird durch den Zwang des Lustprinzips
    weitgehend vertreten. Der psychische Apparat verträgt die Unlust nicht, er
    muß sich ihrer um jeden Preis erwehren, und wenn die Wahrnehmung der
    Realität Unlust bringt, muß sie – die Wahrheit also – geopfert werden.
    Gegen die äußere Gefahr kann man sich eine ganze Weile durch Flucht und
    Vermeidung der Gefahrsituation helfen, bis man später einmal stark genug
    wird, um die Drohung durch aktive Veränderung der Realität aufzuheben.
    Aber vor sich selbst kann man nicht fliehen, gegen die innere Gefahr hilft
    keine Flucht, und darum sind die Abwehrmechanismen des Ichs dazu ver-
    urteilt, die innere Wahrnehmung zu verfälschen und uns nur eine mangel-
    hafte und entstellte Kenntnis unseres Es zu ermöglichen. Das Ich ist dann
    in seinen Beziehungen zum Es durch seine Einschränkungen gelähmt oder
    durch seine Irrtümer verblendet, und der Erfolg im psychischen Geschehen
    wird derselbe sein müssen, wie wenn man auf der Wanderung die Gegend
    nicht kennt und nicht rüstig ist im Gehen.

    Die Abwehrmechanismen dienen der Absicht, Gefahren abzuhalten. Es
    ist unbestreitbar, daß ihnen solches gelingt; es ist zweifelhaft, ob das Ich
    während seiner Entwicklung völlig auf sie verzichten kann, aber es ist auch
    sicher, daß sie selbst zu Gefahren werden können. Manchmal stellt es sich
    heraus, daß das Ich für die Dienste, die sie ihm leisten, einen zu hohen Preis
    gezahlt hat. Der dynamische Aufwand, der erfordert wird, um sie zu unter-
    halten, sowie die Icheinschränkungen, die sie fast regelmäßig mit sich bringen,
    erweisen sich als schwere Belastungen der psychischen Ökonomie. Auch
    werden diese Mechanismen nicht aufgelassen, nachdem sie dem Ich in den
    schweren Jahren seiner Entwicklung ausgeholfen haben. Jede Person ver-
    wendet natürlich nicht alle möglichen Abwehrmechanismen, sondern nur eine
    gewisse Auswahl von ihnen, aber diese fixieren sich im Ich, sie werden regel-
    mäßige Reaktionsweisen des Charakters, die durchs ganze Leben wiederholt
    werden, so oft eine der ursprünglichen Situation ähnliche wiederkehrt. Da-
    mit werden sie zu Infantilismen, teilen das Schicksal so vieler Institutionen,
    die sich über die Zeit ihrer Brauchbarkeit hinaus zu erhalten streben. „Ver-
    nunft wird Unsinn, Wohltat Plage“, wie es der Dichter beklagt. Das er-

  • S.

    228

    starkte Ich des Erwachsenen fährt fort, sich gegen Gefahren zu verteidigen,
    die in der Realität nicht mehr bestehen, ja es findet sich gedrängt, jene Situa-
    tionen der Realität herauszusuchen, die die ursprüngliche Gefahr ungefähr
    ersetzen können, um sein Festhalten an den gewohnten Reaktionsweisen an
    ihnen rechtfertigen zu können. Somit wird es leicht verständlich, wie die
    Abwehrmechanismen durch immer weiter greifende Entfremdung von der
    Außenwelt und dauernde Schwächung des Ichs den Ausbruch der Neurose
    vorbereiten und begünstigen.

    Unser Interesse ist aber gegenwärtig nicht auf die pathogene Rolle der Ab-
    wehrmechanismen gerichtet; wir wollen untersuchen, wie die ihnen ent-
    sprechende Ichveränderung unsere therapeutische Bemühung beeinflußt. Das
    Material zur Beantwortung dieser Frage ist in dem erwähnten Buch von
    Anna Freud gegeben. Das Wesentliche daran ist, daß der Analysierte
    diese Reaktionsweisen auch während der analytischen Arbeit wiederholt, uns
    gleichsam vor Augen führt; eigentlich kennen wir sie nur daher. Damit ist
    nicht gesagt, daß sie die Analyse unmöglich machen. Sie legen vielmehr
    die eine Hälfte unserer analytischen Aufgabe fest. Die andere, die in der
    Frühzeit der Analyse zuerst in Angriff genommen wurde, ist die Aufdeckung
    des im Es Verborgenen. Unsere therapeutische Bemühung pendelt während
    der Behandlung beständig von einem Stückchen Esanalyse zu einem
    Stückchen Ichanalyse. Im einen Fall wollen wir etwas vom Es bewußt
    machen, im anderen etwas am Ich korrigieren. Die entscheidende Tatsache
    ist nämlich, daß die Abwehrmechanismen gegen einstige Gefahren in der
    Kur als Widerstände gegen die Heilung wiederkehren. Es läuft darauf
    hinaus, daß die Heilung selbst vom Ich wie eine neue Gefahr behandelt wird.

    Der therapeutische Effekt ist an die Bewußtmachung des im Es im
    weitesten Sinn Verdrängten gebunden; wir bereiten dieser Bewußtmachung
    den Weg durch Deutungen und Konstruktionen, aber wir haben nur für
    uns, nicht für den Analysierten gedeutet, solange das Ich an den früheren
    Abwehren festhält, die Widerstände nicht aufgibt. Nun sind diese Wider-
    stände, obwohl dem Ich angehörig, doch unbewußt und in gewissem Sinne
    innerhalb des Ichs abgesondert. Der Analytiker erkennt sie leichter als das
    Verborgene im Es; es sollte hinreichen, sie wie Anteile des Es zu behandeln
    und durch Bewußtmachung mit dem übrigen Ich in Beziehung zu bringen.
    Auf diesem Weg wäre die eine Hälfte der analytischen Aufgabe zu erledigen;
    auf einen Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen möchte man
    nicht rechnen. Es ereignet sich aber folgendes. Während der Arbeit an den
    Widerständen tritt das Ich – mehr oder weniger ernsthaft – aus dem Ver-

  • S.

    229

    trag aus, auf dem die analytische Situation ruht. Das Ich unterstützt unsere
    Bemühung um die Aufdeckung des Es nicht mehr, es widersetzt sich ihr,
    hält die analytische Grundregel nicht ein, läßt keine weiteren Abkömmlinge
    des Verdrängten auftauchen. Eine starke Überzeugung von der heilenden
    Macht der Analyse kann man vom Patienten nicht erwarten; er mag ein
    Stück Vertrauen zum Analytiker mitgebracht haben, das durch die zu er-
    weckenden Momente der positiven Übertragung zur Leistungsfähigkeit ver-
    stärkt wird. Unter dem Einfluß der Unlustregungen, die durch das neuerliche
    Abspielen der Abwehrkonflikte verspürt werden, können jetzt negative
    Übertragungen die Oberhand gewinnen und die analytische Situation völlig
    aufheben. Der Analytiker ist jetzt für den Patienten nur ein fremder Mensch,
    der unangenehme Zumutungen an ihn stellt, und er benimmt sich gegen
    ihn ganz wie das Kind, das den Fremden nicht mag und ihm nichts glaubt.
    Versucht der Analytiker, dem Patienten eine der in der Abwehr vorgenom-
    menen Entstellungen aufzuzeigen und sie zu korrigieren, so findet er ihn ver-
    ständnislos und unzugänglich für gute Argumente. So gibt es wirklich einen
    Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen und die Abwehr-
    mechanismen verdienen wirklich den Namen, mit dem wir sie anfänglich
    bezeichnet haben, ehe sie genauer erforscht wurden; es sind Widerstände
    nicht nur gegen die Bewußtmachung der Es‑Inhalte, sondern auch gegen die
    Analyse überhaupt und somit gegen die Heilung.

    Die Wirkung der Abwehren im Ich können wir wohl als „Ichverände-
    rung“ bezeichnen, wenn wir darunter den Abstand von einem fiktiven
    Normal‑Ich verstehen, das der analytischen Arbeit unerschütterliche Bünd-
    nistreue zusichert. Es ist nun leicht zu glauben, was die tägliche Erfahrung
    zeigt, daß es wesentlich davon abhängt, wie stark und wie tief eingewurzelt
    diese Widerstände der Ichveränderung sind, wo es sich um den Ausgang
    einer analytischen Kur handelt. Wieder tritt uns hier die Bedeutung des
    quantitativen Faktors entgegen, wieder werden wir daran gemahnt, daß die
    Analyse nur bestimmte und begrenzte Mengen von Energien aufwenden
    kann, die sich mit den feindlichen Kräften zu messen haben. Und als ob der
    Sieg wirklich meist bei den stärkeren Bataillonen wäre.

    VI.

    Die nächste Frage wird lauten, ob alle Ichveränderung – in unserem Sinne
    – während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird. Die Antwort
    kann nicht zweifelhaft sein. Es besteht kein Grund, die Existenz und Bedeu-
    tung ursprünglicher, mitgeborener Ichverschiedenheiten zu bestreiten. Schon
    die eine Tatsache ist entscheidend, daß jede Person ihre Auswahl unter den