S.
SIGM. FREUD
GESAMMELTE SCHRIFTEN
Elf Bände in Lexikonformat
Unter Mitwirkung des Verfassers herausgegeben
von Anna Freud und A. J. StorferI) Studien über Hysterie / Frühe Arbeiten zur Neurosenlehre 1892–1899
II) Die Traumdeutung
III) Ergänzungen und Zusatzkapitel zur Traumdeutung / Über den
Traum / Beiträge zur Traumlehre / Beiträge zu den „Wiener
Diskussionen“IV) Zur Psychopathologie des Alltagslebens / Das Interesse an der
Psychoanalyse / Über Psychoanalyse / Zur Geschichte der psycho-
analytischen BewegungV) Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie / Arbeiten zum Sexualleben
und zur Neurosenlehre / MetapsychologieVI) Zur Technik / Zur Einführung des Narzißmus / Jenseits des
Lustprinzips / Massenpsychologie und Ich-Analyse / Das Ich
und das Es / AnhangVII) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse
VIII) Krankengeschichten
IX) Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten / Der Wahn
und die Träume in W. Jensens „Gradiva“ / Eine Kindheits-
erinnerung des Leonardo da VinciX) Totem und Tabu / Arbeiten zur Anwendung der Psychoanalyse
XI) Schriften aus den Jahren 1923–1926 / Geleitworte zu fremden
Werken / Gedenkartikel / Vermischte Schriften / Bibliographie
1877–1926 / Register zu Band I–XIIn engl. Ganzleinen M 220–, Halbleder (Schweinleder)
M 280–, Ganzleder (handgebunden in Saffian) M 680–Verlangen Sie
ausführliche ProspekteS.
SIGM. FREUD
ZUR GESCHICHTE DER
PSYCHOANALYTISCHEN
BEWEGUNG
Geheftet M. 250, Pappbd. 3–
Sigm. Freud gibt einen Rückblick auf sein Lebenswerk.
Die Sonne seines Ruhmes steht im Zenith und mit er-
hobenem Selbstgefühl darf er als Motto vor die kleine
Schrift den Wappenspruch der Stadt Paris setzen: Fluctuat
nec mergitur. Wahrlich, Freud hat sich mit seiner Lehre
über Wasser gehalten und lange Zeit schwamm er allein
auf einem Meer von Unverständnis.
(Wissen und Leben, Zürich)Außer den individuellen Bekenntnissen der Traumdeutung
das einzige, was der Begründer der Psychoanalyse per-
sönlich hat verlauten lassen, und als Geschichte des schweren
Kampfes einer extremen Forschungsrichtung interessant.
(Deutsche Med. Wochenschrift)Wer die Persönlichkeit Freuds nach dem Grundsatze „Le
style c’est l’homme“ unmittelbar auf sich einwirken lassen
will, greife nach dieser kleinen Schrift. Abgesehen vom
Inhalt – wer wüßte denn besser als Freud selbst, was
die Psychoanalyse eigentlich ist – fesselt die Abhandlung
durch die Form, die den Sprachmeister Freud in Pathos
und Ironie auf der Höhe seiner Kunst zeigt. Die über-
legene Polemik gegen Adler und Jung sollte von jedem
dreimal gelesen werden. (Neue Freie Presse)
Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien, VII., Andreasgasse 3S.
SIEGFRIED BERNFELD
SISYPHOS
ODER
DIE GRENZEN DER ERZIEHUNG
Geheftet M. 5.–, Ganzleinen M. 6.50
Seit langem im fragwürdigen Bereich der Pädagogik keine wichtigere
Erscheinung, als diese Schrift. Übrigens auch keine bei allem bitteren
Ernst witzigere und vergnüglichere.(Gustav Wyneken im Berliner Tageblatt)
Ein geistreicher Beobachter der jungen Brut hat ein Buch heraus-
gebracht, das er mit kühnem Mute „Sisyphos“ nennt… Bernfeld sieht
die Welt von einer Brücke, deren Köpfe auf Freud gestützt sind und
auf Marx. Die bürgerliche Gesellschaft sieht er als einen Ozean der
Lüge, auf dem die angeblichen Ziele der Erziehung treiben wie ver-
faulte Schiffsstrümmer.(Fritz Wittels im Tag)
Die glänzende Programmrede des Unterrichtsministers reicht an Anatole
France heran und könnte in der Insel der Pinguine stehen.(Die Mutter)
Geistreiche Sachlichkeit und anmutige Ironie.
(Ostseezeitung)
Bernfelds Buch ist natürlich, wesentlich und notwendig… Sezier-
arbeit am didaktischen Größenwahn.(Paul Oestreich in Die neue Erziehung)
Selten sind die scheinbar so sicheren Grundlagen der Pädagogik so
gründlich unterwühlt worden, wie in dem vorliegenden geistreichen
Buche.(Zeitschr. f. Sexualwissenschaft)
Überaus farbige und temperamentvolle Schrift. Durch den hinter der
Oberschicht einer feinen ironischen Plauderei spürbaren sittlichen Ernst
sympathisch.(Prof. Storch im Zbl. f. d. ges. Neurol. u. Psychiatrie)
Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien, VII, Andreasgasse 3S.
August Aichhorn
Verwahrloste Jugend
Die Psychoanalyse in der
Fürsorgeerziehung
Geheftet M. 9.–, Ganzleinen 11.–
Aus dem Geleitwort von Prof. Sigm. Freud:
„Von allen Anwendungen der Psychoanalyse hat keine so viel
Interesse gewonnen, so viel Hoffnungen erweckt und demzufolge so
viele tüchtige Mitarbeiter herangezogen wie die auf die Theorie und
Praxis der Kindererziehung. Dies ist leicht zu verstehen. Das Kind
ist das hauptsächliche Objekt der psychoanalytischen Forschung geworden;
es hat in dieser Bedeutung den Neurotiker abgelöst, an dem sie ihre
Arbeit begann. Die Analyse hat im Kranken das wenig verändert
fortlebende Kind aufgezeigt, wie im Träumer und im Künstler, sie hat
die Triebkräfte und Tendenzen beleuchtet, die dem kindlichen Wesen
sein ihm eigenes Gepräge geben, und die Entwicklungswege verfolgt,
die von diesem zur Reife des Erwachsenen führen. Kein Wunder also,
wenn die Erwartung entstand, die psychoanalytische Bemühung um
das Kind werde der erzieherischen Tätigkeit zugute kommen, die das
Kind auf seinem Weg zur Reife leiten, fördern und gegen Irrungen
sichern will… Mein persönlicher Anteil an dieser Anwendung der Psycho-
analyse ist sehr geringfügig gewesen. Ich hatte mir frühzeitig das
Scherzwort von den drei unmöglichen Berufen – als da sind: Erziehen,
Kurieren, Regieren – zu eigen gemacht, war auch von der mittleren
dieser Aufgaben hinreichend in Anspruch genommen. Darum verkenne
ich aber nicht den hohen sozialen Wert, den die Arbeit meiner päda-
gogischen Freunde beanspruchen darf.“Das vorliegende Buch des Vorstandes A. Aichhorn beschäftigt
sich mit einem Teilstück des großen Problems, mit der erzieherischen
Beeinflussung der jugendlichen Verwahrlosten. Der Verfasser hatte in
amtlicher Stellung als Leiter städtischer Fürsorgeanstalten lange Jahre
gewirkt, ehe er mit der Psychoanalyse bekannt wurde. Sein Verhalten
gegen die Pflegebefohlenen entsprang aus der Quelle einer warmen
Anteilnahme an dem Schicksal dieser Unglücklichen und wurde durch
eine intuitive Einführung in deren seelische Bedürfnisse richtig geleitet.“
Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien, VII., Andreasgasse 3S.
9
Pressestimmen über „Aichhorn: Verwahrloste Jugend“
Aichhorns Buch trägt die Bestimmung in sich, an aufklärender Er-
ziehungsarbeit viel beizusteuern. Durch die Bildhaftigkeit seiner Aus-
drucksweise, durch seine geschickte Verbrämung der praktischen Für-
sorgeergebnisse mit den theoretischen Erklärungen hat er diesen zehn
Vorträgen die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite erhalten.
Man hat wirklich das Gefühl, einen lebendigen Sprecher zu hören.
(Soziale Arbeit)Wer sich für die Probleme der Verwahrlosung interessiert, wird an
dem Buche von Aichhorn nicht vorübergehen können und die dort
geschilderten Fälle eingehend studieren müssen.
(Preußische Lehrerzeitung)Dieses Buch ist dazu angetan, alle, die in der Erziehungsarbeit stehen,
hellhörig und besinnlich zu machen.
(Soziale Berufsarbeit)Von besonderem Interesse ist die Schilderung der Erziehungsmethoden,
die der Verf. anwendet, und die zweifellos eine glückliche pädagogische
Treffsicherheit in der Erfassung des im gegebenen Moment einer
bestimmten Individualität gegenüber Angebrachten verraten.
(Zeitschrift f. Sexualwissenschaft)Solche Bücher, solche Männer möchten wir in reichlicher Anzahl unseren
Massen zuführen und ihnen sagen können: „Seht Ihr’s? So geht’s auch!“
(Népszava, Budapest)Jeder, der jemals erzieherisch tätig war, wird Aichhorn für sein Werk
dankbar sein; und wer hat nicht wenigstens einmal in seinem Leben
vor der Aufgabe gestanden, erziehen zu müssen: und wäre es nur
die eine lebenslängliche erzieherische Tat, – sich selbst zu erziehen.
(Pester Lloyd)Wir begrüßen das Buch in doppelter Hinsicht: einerseits als Lehrbuch
und andererseits als Führerbuch für diese wichtige Fürsorgefrage
Dieses Buch ist auch ein persönliches Dokument undS.
THEODOR REIK
DER EIGENE UND
DER FREMDE GOTT
Geheftet M. 8.50, Ganzleinen 10.50, Halbleder 13.–
Inhalt: Über kollektives Vergessen / Jesus und Maria im Talmud
/ Der hl. Epiphanius verschreibt sich / Die wiederauferstandenen
Götter / Das Evangelium des Judas Ischarioth / Psychoanalytische
Deutung des Judas-Problems / Gott und Teufel / Die Unheimlichkeit
fremder Götter und Kulte / Das Unheimliche aus infantilen Kom-
plexen / Die Äquivalenz der Triebgegensatzpaare / Über DifferenzierungDer tiefblickendste und scharfsinnigste Religionspsychologe unserer
Zeit.
(Schulreform, Bern)Ein geistreiches Buch . . . Einer der hellsten Köpfe unter den Psycho-
analytikern.
(Alfred Döblin in der Vossischen Zeitung)Gut ist die Analyse des Fanatismus . . . Man wird eine Methode, die
so tiefe Sachverhalte aufdecken kann, nicht a limine ablehnen.
(Prof. Titius in der Theologischen Literaturzeitung)Man muß Reiks wuchtigen Vorstoß anerkennen . . . Rücksichtslos geht
der Weg, zwar oft durch Dunkel und Schrecken und kaltes Grauen.
Aber wer den Mut dazu hat, kann sich getrost der sachkundigen
Führung Reiks anvertrauen.
(Bremer Nachrichten)Das Buch ist unmittelbar erschütternd. Es versäumt niemand, dem
psychologischen Zusammenhang zwischen Christus und Judas Ischarioth
unter Reiks sachkundiger Führung nachzusinnen. Der erste Eindruck
mag leicht ähnlich erschreckend wirken, wie die Begegnung mit dem
Hüter der Schwelle; allein auch hier wird sich der Schrech, vom
Richtigen richtig erlebt, als heilsam erweisen.
(Graf Hermann Keyserling im Weg zur Vollendung)Manches¿darin wird starken Anstoß erregen und doch . . . findet man
immer wieder etwas in ein neues Licht gerückt. (Frankfurter Zeitung)Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien, VII., Andreasgasse 3S.
THEODOR REIK
GESTÄNDNISZWANG
UND STRAFBEDÜRFNISPROBLEME DER PSYCHOANALYSE
UND DER KRIMINOLOGIEGeheftet M. 8–, Ganzleinen 10–
Inhalt: Der unbewußte Geständniszwang / Wiederkehr des Verdräng-
ten / Tiefendimension der Neurose / Der Geständniszwang in der Krimi-
nalistik / Psychoanalytische Strafrechtstheorie / Der Geständniszwang
in Religion, Mythus, Kunst u. Sprache / Entstehung des Gewissens /
Kinderpsychologie und Pädagogik / Der soziale GeständniszwangDie hochinteressante Arbeit eines tiefgründigen Denkers und scharfen
Beobachters, deren große Bedeutung für die Weiterentwicklung der
Psychoanalyse die Zukunft zeigen wird.
(Österreichische Richterzeitung)Kein Leser wird sich dem Ernst entziehen können, mit dem Reik den
seltsamen Kontrast zwischen äußerer Selbstgerechtigkeit des Menschen
(als Einzelnen wie als Kollektivum) und dem inneren Selbstgericht
aufdeckt, der den Leitfaden der echten sittlichen Entwicklung bildet.
(Bücherrundschau)Vermittelt über die letzten Wurzeln des Geständnis-
und Bestrafungstriebes bei Neurotikern viele überraschende und originelle, sicher auch
einst fruchtbar werdende Einsichten.
(Zentralblatt f. d. ges. Neurologie u. Psychiatrie)Reik versteht es in glänzender Weise, seine Hypothesen vorzutragen.
Ein bewundernswerter Glaube an die Bedeutung der Psychoanalyse
läßt ihn zur höchsten Höhe einer optimistischen Zukunftshoffnung
aufsteigen. (Prof. Friedländer in der Umschau)
Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien, VII., Andreasgasse 3
You are here
Die Frage der Laienanalyse1926-002/1926