Über den Traum1901-001/1911
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    samen, das sich ähnlich zu den einzelnen Elementen verhält wie die
    Resultierende im Kräfteparallelogramm zu ihren Komponenten. Im Inhalt
    eines meiner Träume ist z. B. von einer Injektion mit Propylen die
    Rede. In der Analyse gelange ich zunächst nur zu einem indifferenten,
    als Traumerreger wirksamen Erlebnis, bei welchem Amylen eine Rolle
    spielt. Die Vertauschung von Amylen mit Propylen kann ich noch nicht
    rechtfertigen. Zu dem Gedankenkreis desselben Traumes gehört aber
    auch die Erinnerung an einen ersten Besuch in München, wo mir die
    Propyläen auffielen. Die näheren Umstände der Analyse legen es
    nahe anzunehmen, dass die Einwirkung dieses zweiten Vorstellungs-
    kreises auf den ersten die Verschiebung von Amylen auf Propylen ver-
    schuldet hat. Propylen ist sozusagen die Mittelvorstellung zwischen
    Amylen und Propyläen und ist darum nach Art eines Kompro-
    misses
    durch gleichzeitige Verdichtung und Verschiebung in den
    Trauminhalt gelangt.

    Dringender noch als bei der Verdichtung äussert sich hier bei der
    Verschiebungsarbeit das Bedürfnis, ein Motiv für diese rätselhaften
    Bemühungen der Traumarbeit aufzufinden.

    VI.

    Ist es hauptsächlich der Verschiebungsarbeit zur Last zu legen,
    wenn man die Traumgedanken im Trauminhalt nicht wiederfindet oder
    nicht wiedererkennt, — ohne dass man das Motiv solcher Entstellung
    errät, — so führt eine andere und gelindere Art der Umwandlung, welche
    mit den Traumgedanken vorgenommen wird, zur Aufdeckung einer neuen,
    aber leichtverständlichen Leistung der Traumarbeit. Die nächsten Traum-
    gedanken, welche man durch die Analyse entwickelt, fallen nämlich häufig
    durch ihre ungewöhnliche Einkleidung auf; sie scheinen nicht in den
    nüchternen sprachlichen Formen gegeben, deren sich unser Denken am
    liebsten bedient, sondern sind vielmehr in symbolischer Weise durch
    Gleichnisse und Metaphern, wie in bilderreicher Dichtersprache, dargestellt.
    Es ist nicht schwierig, für diesen Grad von Gebundenheit im Ausdruck
    der Traumgedanken die Motivierung zu finden. Der Trauminhalt besteht
    zumeist aus anschaulichen Situationen; die Traumgedanken müssen also
    vorerst eine Zurichtung erfahren, welche sie für diese Darstellungsweise
    brauchbar macht. Man stelle sich etwa vor die Aufgabe, die Sätze
    eines politischen Leitartikels oder eines Plaidoyers im Gerichtssaal durch
    eine Folge von Bilderzeichnungen zu ersetzen, und man wird dann
    leicht die Veränderungen verstehen, zu welcher die Rücksicht auf
    Darstellbarkeit im Trauminhalt
    die Traumarbeit nötigt.

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    Unter dem psychischen Material der Traumgedanken befinden sich
    regelmäßig Erinnerungen an eindrucksvolle Erlebnisse, — nicht selten
    aus früher Kindheit, — die also selbst als Situationen mit meist visuellem
    Inhalt erfasst worden sind. Wo es irgend möglich ist, äussert dieser
    Bestandteil der Traumgedanken einen bestimmenden Einfluss auf die
    Gestaltung des Trauminhalts, indem er gleichsam als Krystallisations-
    punkt anziehend und verteilend auf das Material der Traumgedanken
    wirkt. Die Traumsituation ist oft nichts anderes als eine modifizierte
    und durch Einschaltungen komplizierte Wiederholung eines solchen
    eindrucksvollen Erlebnisses; getreue und unvermengte Reproduktionen
    realer Szenen bringt der Traum hingegen nur sehr selten.

    Der Trauminhalt besteht aber nicht ausschliesslich aus Situationen,
    sondern schliesst auch unvereinigte Brocken von visuellen Bildern, Reden
    und selbst Stücke von unveränderten Gedanken ein. Es wird daher
    vielleicht anregend wirken, wenn wir in knappster Weise die Darstel-
    lungsmittel mustern, welche der Traumarbeit zur Verfügung stehen, um
    in der eigentümlichen Ausdrucksweise des Traumes die Traumgedanken
    wiederzugeben.

    Die Traumgedanken, welche wir durch die Analyse erfahren, zeigen
    sich uns als ein psychischer Komplex vom allerverwickeltstem Aufbau.
    Die Stücke desselben stehen in den mannigfaltigsten logischen Relationen
    zu einander; sie bilden Vorder- und Hintergrund, Bedingungen, Ab-
    schweifungen, Erläuterungen, Beweisgänge und Einsprüche. Fast regel-
    mäßig steht neben einem Gedankengang sein kontradiktorisches Wider-
    spiel. Diesem Material fehlt keiner der Charaktere, die uns von unserem
    wachen Denken her bekannt sind. Soll nun aus alledem ein Traum
    werden, so unterliegt dies psychische Material einer Pressung, die es
    ausgiebig verdichtet, einer inneren Zerbröckelung und Verschiebung,
    welche gleichsam neue Oberflächen schafft, und einer auswählenden Ein-
    wirkung durch die zur Situationsbildung tauglichsten Bestandteile. Mit
    Rücksicht auf die Genese dieses Materials verdient ein solcher Vorgang
    den Namen einer „Regression“. Die logischen Bande, welche das
    psychische Material bisher zusammengehalten hatten, gehen nun aber
    bei dieser Umwandlung zum Trauminhalt verloren. Die Traumarbeit
    übernimmt gleichsam nur den sachlichen Inhalt der Traumgedanken
    zur Bearbeitung. Der Analysenarbeit bleibt es überlassen den Zusammen-
    hang herzustellen, den die Traumarbeit vernichtet hat.

    Die Ausdrucksmittel des Traumes sind also kümmerlich zu nennen
    im Vergleich zu denen unserer Denksprache, doch braucht der Traum
    auf die Wiedergabe der logischen Relationen unter den Traumgedanken
    nicht völlig zu verzichten; es gelingt ihm vielmehr häufig genug, die-
    selben durch formale Charaktere seines eigenen Gefüges zu ersetzen.

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    Der Traum wird zunächst dem unleugbaren Zusammenhang zwischen
    allen Stücken der Traumgedanken dadurch gerecht, dass er dieses Material
    zu einer Situation vereinigt. Er gibt logischen Zusammenhang
    wieder als Annäherung in Zeit und Raum, ähnlich wie der Maler,
    der alle Dichter zum Bild des Parnass zusammenstellt, die niemals auf
    einem Berggipfel beisammen gewesen sind, wohl aber begrifflich eine
    Gemeinschaft bilden. Er setzt diese Darstellungsweise in's Einzelne
    fort, und oft, wenn er zwei Elemente nahe bei einander im Trauminhalt
    zeigt, bürgt er für einen besonders innigen Zusammenhang zwischen
    ihren Entsprechenden in den Traumgedanken. Es ist hier übrigens zu
    bemerken, dass alle in derselben Nacht produzierten Träume bei der
    Analyse ihre Herkunft aus dem nämlichen Gedankenkreis erkennen lassen.

    Die Kausalbeziehung zwischen zwei Gedanken wird entweder
    ohne Darstellung gelassen oder ersetzt durch das Nacheinander von
    zwei verschieden langen Traumstücken. Häufig ist diese Darstellung
    eine verkehrte, indem der Anfang des Traumes die Folgerung, der
    Schluss desselben die Voraussetzung bringt. Die direkte Verwandlung
    eines Dinges in ein anderes im Traum scheint die Relation von Ur-
    sache
    und Wirkung darzustellen.

    Die Alternative „Entweder—Oder“ drückt der Traum
    niemals aus. sondern nimmt ihre beiden Glieder wie gleichberechtigt in
    den nämlichen Zusammenhang auf. Dass ein Entweder—Oder, welches
    bei der Traumreproduktion gebraucht wird, durch „Und“ zu übersetzen
    ist, habe ich bereits erwähnt.

    Vorstellungen, die im Gegensatz zu einander stehen, werden mit
    Vorliebe im Traume durch das nämliche Element ausgedrückt1). Das
    „nicht“ scheint für den Traum nicht zu existieren. Opposition zwischen
    zwei Gedanken, die Relation der Umkehrung, findet eine höchst be-
    merkenswerte Darstellung im Traum. Sie wird dadurch ausgedrückt,
    dass ein anderes Stück des Trauminhaltes — gleichsam wie nachträglich
    — in sein Gegenteil verkehrt wird. Eine andere Art, Widerspruch
    auszudrücken, werden wir später kennen lernen. Auch die im Traum
    so häufige Sensation der gehemmten Bewegung dient dazu, einen
    Widerspruch zwischen Impulsen, einen Willenskonflikt, darzustellen.

    Einer einzigen unter den logischen Relationen, der der Ähnlich-
    keit
    , Gemeinsamkeit, Übereinstimmung kommt der Mechanis-
    mus der Traumbildung im höchsten Ausmaße zu Gute. Die Traum-
    arbeit bedient sich dieser Fälle als Stützpunkte für die Traumverdichtung.

    1) Es ist bemerkenswert, dass namhafte Sprachforscher behaupten, die ältesten
    menschlichen Sprachen hätten ganz allgemein kontradiktorische Gegensätze durch
    das nämliche Wort zum Ausdruck gebracht (stark—schwach; innen—aussen etc:
    „Gegensinn der Urworte“).

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    indem sie alles, was solche Übereinstimmung zeigt, zu einer neuen
    Einheit zusammenzieht.

    Diese kurze Reihe von groben Bemerkungen reicht natürlich nicht
    aus, um die ganze Fülle der formalen Darstellungsmittel des Traumes
    für die logischen Relationen der Traumgedanken zu würdigen. Die
    einzelnen Träume sind in dieser Hinsicht feiner oder nachlässiger ge-
    arbeitet, sie haben sich an den ihnen vorliegenden Text mehr oder
    minder sorgfältig gehalten, die Hilfsmittel der Traumarbeit mehr oder
    weniger weit in Anspruch genommen. Im letzteren Falle erscheinen
    sie dunkel, verworren, unzusammenhängend. Wo der Traum aber greif-
    bar absurd erscheint, einen offenbaren Widersinn in seinem Inhalt ein-
    schliesst, da ist er so mit Absicht und bringt durch seine scheinbare
    Vernachlässigung aller logischen Anforderungen ein Stück vom intellek-
    tuellen Inhalt der Traumgedanken zum Ausdruck. Absurdität im
    Traum bedeutet Widerspruch, Spott und Hohn in dem Traum-
    gedanken. Da diese Aufklärung den stärksten Einwand gegen die
    Auffassung liefert, die den Traum durch dissoziierte, kritiklose Geistes-
    tätigkeit entstehen lässt, werde ich sie durch ein Beispiel zu Nach-
    druck bringen.

    „Einer meiner Bekannten, Herr M., ist von keinem
    Geringeren als von Goethe in einem Aufsatze angegriffen
    worden, wie wir alle meinen, mit ungerechtfertigt grosser
    Heftigkeit. — Herr M. ist durch diesen Angriff natürlich
    vernichtet. Er beklagt sich darüber bitter bei einer Tisch-
    gesellschaft; seine Verehrung für Goethe hat aber unter
    dieser persönlichen Erfahrung nicht gelitten. Ich suche
    nun die zeitlichen Verhältnisse, die mir unwahrscheinlich
    vorkommen, ein wenig aufzuklären. Goethe ist 1832 ge-
    storben. Da sein Angriff auf Herrn M. natürlich früher
    erfolgt sein muss, so war Herr M. damals ein ganz junger
    Mann. Es kommt mir plausibel vor, dass er 18 Jahre alt
    war. Ich weiss aber nicht sicher, welches Jahr wir gegen-
    wärtig schreiben, und so versinkt die ganze Berechnung
    im Dunkel. Der Angriff ist übrigens in dem bekannten
    Aufsatz von Goethe „Natur“ enthalten.
    “

    Der Unsinn dieses Traumes tritt noch greller hervor, wenn ich
    mitteile, dass Herr M. ein jugendlicher Geschäftsmann ist, dem alle
    poetischen und literarischen Interessen ferne liegen. Wenn ich aber
    in die Analyse dieses Traumes eingehe, wird es mir wohl gelingen zu
    zeigen, wieviel „Methode“ hinter diesem Unsinn steckt. Der Traum
    bezieht sein Material aus drei Quellen:

    1. Herr M., den ich bei einer Tischgesellschaft kennen lernte,
    bat mich eines Tages, seinen älteren Bruder zu untersuchen, der

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    Anzeichen von gestörter geistiger Tätigkeit erkennen lasse. Bei
    der Unterhaltung mit dem Kranken ereignete sich das Peinliche,
    dass dieser ohne jeden Anlass den Bruder durch eine Anspielung
    auf dessen Jugendstreiche blosstellte. Ich hatte den Kranken
    um sein Geburtsjahr gefragt (Sterbejahr im Traum) und ihn
    zu verschiedenen Berechnungen veranlasst, durch welche seine Ge-
    dächtnisschwäche erwiesen werden sollte.

    2. Eine medizinische Zeitschrift, die sich auch meines Namens auf
    ihrem Titel rühmte, hatte von einem recht jugendlichen Refe-
    renten eine geradezu „vernichtende“ Kritik über ein Buch
    meines Freundes F. in Berlin aufgenommen. Ich stellte den Redakteur
    darob zur Rede, der mir zwar sein Bedauern ausdrückte, aber eine
    Remedur nicht versprechen wollte. Daraufhin brach ich meine
    Beziehungen zur Zeitung ab und hob in meinem Absagebrief die
    Erwartung hervor, dass unsere persönlichen Beziehungen
    unter diesem Vorfall nicht leiden würden
    . Dies ist die
    eigentliche Quelle des Traumes. Die ablehnende Aufnahme der
    Schrift meines Freundes hatte mir einen tiefen Eindruck gemacht.
    Sie enthielt eine nach meiner Schätzung fundamentale biologische
    Entdeckung, die erst jetzt — nach vielen Jahren — den Fach-
    genossen zu gefallen beginnt.

    3. Eine Patientin hatte mir kurz zuvor die Krankengeschichte ihres
    Bruders erzählt, der mit dem Ausrufe „Natur, Natur“ in Tob-
    sucht verfallen war. Die Ärzte hatten gemeint, der Ausruf stamme
    aus der Lektüre jenes schönen Aufsatzes von Goethe und deute
    auf die Überarbeitung des Erkrankten bei seinen Studien hin.
    Ich hatte geäussert, es komme mir plausibler vor, dass der
    Ausruf „Natur“ in jenem sexuellen Sinn zu nehmen sei, den bei
    uns auch die Mindergebildeten kennen. Dass der Unglückliche sich
    später an den Genitalien verstümmelte, schien mir wenigstens nicht
    Unrecht zu geben. 18 Jahre war das Alter dieses Kranken, als
    jener Anfall sich einstellte.

    Im Trauminhalt verbirgt sich hinter dem Ich zunächst mein von
    der Kritik so übel behandelter Freund. „Ich suche mir die zeit-
    lichen Verhältnisse ein wenig aufzuklären
    “. Das Buch meines
    Freundes beschäftigt sich nämlich mit den zeitlichen Verhältnissen
    des Lebens und führt unter Anderem auch Goethes Lebensdauer auf
    ein Vielfaches einer für die Biologie bedeutsamen Zahl von Tagen zurück.
    Dieses Ich wird aber einem Paralytiker gleichgestellt („Ich weiss nicht
    sicher, welches Jahr wir gegenwärtig schreiben
    “). Der
    Traum stellt also dar, dass mein Freund sich als Paralytiker benimmt,
    und schwelgt dabei in Absurdität. Die Traumgedanken aber lauten

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    ironisch: „Natürlich, er ist ein Verrückter, ein Narr, und ihr seid die
    Genies, die es besser verstehen. Sollte es nicht doch umgekehrt
    sein?“ — Diese Umkehrung ist nun ausgiebig im Trauminhalt ver-
    treten, indem Goethe den jungen Mann angegriffen hat, was absurd
    ist, während leicht ein ganz junger Mensch noch heute den grossen
    Goethe angreifen könnte.

    Ich möchte behaupten, dass kein Traum von anderen als egoistischen
    Regungen eingegeben wird. Das Ich im Traum steht wirklich nicht
    bloss für meinen Freund, sondern auch für mich selbst. Ich identifiziere
    mich mit ihm, weil das Schicksal seiner Entdeckung mir vorbildlich
    für die Aufnahme meiner eigenen Funde erscheint. Wenn ich mit
    meiner Theorie hervortreten werde, welche in der Ätiologie psychoneu-
    rotischer Störungen die Sexualität hervorhebt (siehe die Anspielung auf
    den 18jährigen Kranken „Natur, Natur“), werde ich die nämliche
    Kritik wiederfinden und bringe ihr schon jetzt den gleichen Spott
    entgegen.

    Wenn ich die Traumgedanken weiter verfolge, finde ich immer
    nur Spott und Hohn als das Korrelat der Absurditäten des
    Traumes
    . Der Fund eines geborstenen Schafschädels auf dem Lido
    zu Venedig hat Goethe bekanntlich die Idee zur sog. Wirbeltheorie
    des Schädels eingegeben. — Mein Freund rühmt sich als Student einen
    Sturm zur Beseitigung eines alten Professors entfesselt zu haben, der einst
    wohlverdient (unter anderem auch um diesen Teil der vergleichenden
    Anatomie) nun durch Altersschwachsinn zum Lehren unfähig ge-
    worden war. Die von ihm veranstaltete Agitation half so dem Übel-
    stande ab, dass an den deutschen Universitäten dem akademischen
    Wirken eine Altersgrenze nicht gezogen ist. — Alter schützt
    nämlich vor Torheit nicht
    . — Im hiesigen Krankenhause hatte
    ich die Ehre, Jahre hindurch unter einem Primarius zu dienen, der
    längst fossil, seit Dezennien notorisch schwachsinnig, sein ver-
    antwortungsvolles Amt weiterführen durfte. Eine Charakteristik nach
    dem Funde am Lido drängt sich mir hier auf. — Auf diesen Mann
    bezüglich fertigten einst junge Kollegen im Spital eine Übertragung
    des damals beliebten Gassenhauers: Das hat kein Goethe g’schrieben,
    das hat kein Schiller g’dicht usw. . . .

    VII.

    Wir sind mit der Würdigung der Traumarbeit noch nicht zu Ende
    gekommen. Wir sehen uns genötigt, ihr ausser der Verdichtung, Ver-
    schiebung und anschaulichen Zurichtung des psychischen Materials noch
    eine andere Tätigkeit zuzuschreiben, deren Beitrag allerdings nicht an