• S.

    Internationaler Psychoanalytischer Verlag

    Sigm. Freud

    Jenseits des Lustprinzips

    Dritte durchgesehene Auflage (5.–9. Tausend)

    Massenpsychologie
    und Ich-Analyse

    Zweite Auflage (6.–10. Tausend)

    Das Ich und das Es

    (1.–8. Tausend)

    in einem Halbleinenband

    Diese drei letzten

    Schriften Freuds sind geniale Marksteine auf dem
    kühnen Vormarsche der Psychoanalyse in geistiges
    Neuland. – „Überaus weitgreifend, die ganze Sexual-
    problematik umspannend“ (Zeitschrift für Sexual-
    wissenschaft). – „Anregend, mehr noch: aufregend“
    (Vossische Zeitung). – „Von neuem verblüfft die
    unerhörte Kühnheit“ (Börsencourier). – „Tief
    wie ein schwarzes Gewässer“ (Neue Freie Presse).

  • S.

    Internationaler
    Psychoanalytischer Verlag

    Leipzig, Hospitalstrasse 10
    Wien, VII. Andreasgasse 3

    TAGEBUCH

    EINES
    HALBWÜCHSICEN MÄDCHENS

    HERAUSGEGEBEN VON
    DR. HERMINE HUG-HELLMUTH


    Dritte Auflage
    (6.–10. Tausend)


    Das Tagebuch ist ein Juwel. Noch niemals hat man
    in solcher Klarheit und Wahrhaftigkeit in die Seelen
    regungen hineinblicken können, welche die Entwick
    lung des Mädchens unserer Gesellschafts- und Kul
    turstufe in den Jahren der Vorpubertät kennzeichnen.

    (Prof. Freud)

    „Literarisches Echo“: Weibliche Wesen der bür
    gerlichen Welt werden sich beim Tagebuch Seite um
    Seite zurückversetzt fühlen in ihr Einst; männliche
    Wesen wird es statt dessen manche Kleinigkeit
    mitteilen, die sie noch nicht wußten.

    (Lou Andreas-Salomé)

    „Vossische Zeitung“: Denkt euch Wedekinds
    kleine Wenda, die am „Frühlings-Erwachen“ so tra
    gisch zugrundegeht, habe ihre Erlebnisse aufge
    zeichnet, denkt sie euch in Geheimratskreise und
    auf Wiener Boden versetzt. (Monty Jacobs)

    „Frankfurter Zeitung“: Der Londoner Zensor
    war sicher der Meinung, es komme ausschließlich in
    Wien, oder höchstens noch bei sonstigen Hunnen vor,
    daß das Denken und Fühlen junger Mädchen durch
    bevorstehende physiologische Erscheinungen lebhaft
    beschäftigt wird. In der Kontinentalrasse steckt die
    Schweinerei.

    „Neue Freie Presse“: Mir scheint dieses Buch
    eines der kostbarsten, das je die Wissenschaft Hand
    in Hand mit dem Zufall dargeboten.

    (Stefan Zweig)

    „Zeitschrift für Sexualwissenschaft“: Wir
    betrachten hier einmal wertvollerweise die seelischen
    Wirkungen des Erwachens und Erkennens geschlecht
    licher Dinge und Beziehungen vom Gesichtspunkte
    der Kinderseele aus.

    „The New Statesman“: Gretel Lainer (the name
    chosen by the psycho-analytical society) belongs to
    the Casanova type of autobiographer rather than
    to that of Rousseau and Bashkirtseff. She is
    singularly little troubled with her own personality.
    She writes from a breathless interest in the world
    around rather than from any morbid taste for intro
    spection or self explanation … But it is difficult
    to understand why any class of grown-up people
    should be warned off it. Nothing could be more
    healthy minded, less indecent or morbid than Greta’s
    interest in sex questions.

  • S.

    Internationaler
    Psychoanalytischer Verlag
    Leipzig, Hospitalstrasse 10
    Wien, VII. Andreasgasse 3


    Der

    Seelensucher

    Ein psychoanalytischer Roman
    von Georg Groddeck


    Contra:

    „Neue Freie Presse“: … Unappetitliche Masse
    … die Psychoanalyse durch Ordinärheit zu dis-
    kreditieren.
    (Herbert Silberer)

    „Bücherei und Bildungspflege“: … Wegen
    seines Übermaßes an Zynismus in erotischen und
    religiösen Dingen unbrauchbar.

    Pro:

    „Frankfurter Zeitung“: … ein ungewöhnlich
    geistreicher Kerl, der sehr amüsant zu reden weiß.
    Der Stil erinnert etwas an die Pickwickier, wenn
    auch der Inhalt durchaus nicht so harmlos ist.
    (Dr. Drill)

    „Imago“: … Der erziehliche Wert liegt darin, daß
    Groddeck, wie einst Swift, Rabelais, Balzac, dem
    pietistisch-hypokritischen Zeitgeist die Maske vom
    Gesicht reißt.
    (Dr. Ferenczi)

    „Die Waage“: Das Buch ist von einer imponieren-
    den Rücksichtslosigkeit.

    „Wiener Freimaurer-Zeitung“: Ein Schalk,
    der lustig, ausgelassen und frivol ist und doch zum
    Denken reizt … Prüde Flachköpfe, Philister, laßt
    die Hände davon, aber Ihr, die Ihr lachen könnt,
    bis die Augen tränen, macht Euch in Eurer stillen
    Ecke über dieses Buch.

    „Berliner Tageblatt“: … Ein Buch von eigen-
    tümlicher spiritueller Schärfe, die ihre Zeichen ins
    Hirn des Lesers ätzt. Was sonst als erzählend
    Prosa Humor übt, scheint Wasser nebe
    dieser Quintessenz. So was Freches, Ung
    niertes, raffiniert Gescheit-Verrücktes ist von Er-
    zählern unserer Sprache noch nicht gewagt worden.
    Der Held Thomas, der als Don Quixote Sigmund
    Freudscher Weltanschauung streitbar durch die
    deutschen Lande zieht, in die wunderlichsten Händel
    und skurrilsten Abenteuer gerät, ist ein urgemüt-
    liches Gespenst, das seine Hirnschale in Händen
    hält und aus dem muntren Qualm, der ihr entsteigt,
    die Welt deutet … Eine Figur, so voll der kost-
    barsten Narrheit, ist noch durch keinen deutschen
    Roman gewandelt … Hier lehrt einer, zum Gau-
    dium des Lesers, die Welt über den psycho-
    analytischen Stock springen. Solche lustige
    Abenteuerfahrt des Gedankens hat noch kein
    deutscher Mann gewagt.
    (Alfred Polgar)

  • S.

    Über die psychoanalytischen Forschungen informieren unsere
    beiden von Prof. Freud herausgegebenen Zeitschriften:

    IMAGO

    ZEITSCHRIFT FÜR ANWENDUNG DER PSYCHOANALYSE
    AUF DIE GEISTESWISSENSCHAFTEN

    und

    INTERNATIONALE ZEITSCHRIFT
    FÜR PSYCHOANALYSE

    Im Jahre 1923 sollen in den beiden Zeitschriften u. a. folgende Beiträge erscheinen:

    Prof. Freud: Bemerkungen zur Theorie und Praxis der
    Traumdeutung.
    – Eine Teufelsneurose im 17. Jahrhundert.
    – Zur infantilen Genitalorganisation.

    Dr. Karl Abraham (Berlin): Ergänzungen zur Lehre vom
    Analcharakter.
    – Neue Untersuchungen zur Psychologie der manisch-depres-
    siven Zustände.

    August Aichhorn (Wien): Über die Erziehung in Besserungs-
    anstalten.

    Dr. F. Alexander (Berlin): Über den biologischen Sinn
    psychischer Vorgänge (Über Buddhas Versenkungslehre).

    Alice Bálint (Berlin): Die mexikanische Kriegshieroglyphe
    atlachinolli.

    G. Berger (Wageningen): Zur Theorie der menschlichen
    Feindseligkeit.

    Dr. Siegfried Bernfeld (Wien): Über eine typische Form
    mänlicher Pubertät.

    Dr. Felix Boehm (Berlin): Bemerkungen über Transvestitismus.

    Doz. Dr. R. Brun (Zürich): Selektionstheorie und Lustprinzip.

    Dr. A. van der Chijs (Amsterdam): Versuch zur Anwendung
    der objektiven Psychoanalyse auf die musikal. Komposition.
    – Infantilismus in der Malerei.

    Doz. Dr. Felix Deutsch (Wien): Über die Bildung des Kon-
    versionssymptoms.
    – Experimentelle Studien zur Psychoanalyse.

    Dr. Paul Federn (Wien): Geschichte einer Melancholie.

    Dr. Otto Fenichel (Berlin): Psychoanalyse und Metaphysik.

    Dr. Clara Happel (Frankfurt): Onanierersatzbildungen.

    Dr. Eugen Härnik (Berlin): Schicksale des Narzißmus bei
    Mann und Weib.

    Dr. H. v. Hattingberg (München): Zur Analyse der psycho-
    analytischen Situation.

    Dr. I. Hermann (Budapest): Zur Psychologie der Schimpansen.
    – Die Randbevorzugung als Primärvorgang.
    – Organlibido und Begabung.
    – Wie die Evidenz wissenschaftlicher Thesen entsteht.

    Dr. Ed. Hitschmann (Wien): Telepathie und Psychoanalyse.

    Dr. St. Hollós (Budapest): Psychoanalytische Spuren in der
    vorfreudschen Psychiatrie.
    – Von den „Pathoneurosen“ zu der Pathologie der Neurosen.

    Dr. Karen Horney (Berlin): Zur Genese des weiblichen
    Kastrationskomplexes.

    Dr. Ernest Jones (London): Einige Probleme des jugend-
    lichen Alters.
    – Kälte, Krankheit und Geburt.
    – Psychoanalytische Studie über den Heiligen Geist.

    Dr. A. Kielholz (Königsfelden): Zur Genese und Dynamik
    des Erfinderwahnes.

    Melanie Klein (Berlin): Zur Frühanalyse (Über Entwicklung
    und Hemmung von Begabungen).
    – Die Bedeutung der Schule für die Entwicklung des Kindes.

    Aurel Kolnai (Wien): Die geistesgeschichtliche Bedeutung
    der Psychoanalyse.

    Rud. Löwenstein (Berlin): Zur Psychoanalyse der schwarzen
    Messen.

    Dr. F. Lowtzky (Berlin): Eine okkultistische Bestätigung
    der Psychoanalyse.

    Dr. H. Nunberg (Wien): Über Depersonalisationszustände
    im Lichte der Libidotheorie.

    Dr. S. Pfeiffer (Budapest): Königin Mab.
    – Musikpsychologische Probleme.

    Dr. S. Radó (Budapest): Eine Traumanalyse. (Zur Psycho-
    logie des revolutionären Führers.)

    Dr. Elisabeth Radó-Révész (†): Der Globus hystericus.
    Egenolf Röder: Das Ding an sich.

    Dr. Otto Rank (Wien): Zum Verständnis der Libidoent-
    wicklung im Heilungsvorgang.

    Dr. Géza Róheim (Budapest): Nach dem Tode des Urvaters.
    – Heiliges Geld in Melanesien.

    Dr. Hanns Sachs (Berlin): Zur Genese der Perversionen.

    Doz. Dr. Paul Schilder (Wien): Zur Lehre vom Persön-
    lichkeitsbewußtsein.

    Dr. Emil Simonson (Berlin): Schleichs Psychophysik und
    Freuds Metapsychologie.

    Dr. Alice Sperber (Wien): Die seelischen Ursachen des
    Alterns und der Jugendlichkeit.

    Dr. Sabine Spielrein (Genf): Ein Zuschauertypus.
    – Die Zeit im unbewußten Seelenleben.

    Dr. Géza Szilágyi (Budapest): Der junge Spiritist.

    P. C. van der Wolk (Batavia): Der Tanz des Ciwa.

    INTERNATIONALER PSYCHOANALYTISCHER VERLAG

    LEIPZIG, Hospitalstraße 10 WIEN, VII. Andreasgasse 3