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S.
Lieber Herr Doktor
Ich bin eigentlich garnicht böse, dass Oppenheim mein Urteil über Ihren Prospekt gestätigt hat. Ich habe es ja selbst nicht gerne abgegeben.
Sie thun sich doch Unrecht, wenn Sie zu Ihrem zwei Komplexen nicht noch den PA Complex als dritten hinzunehmen. Lassen Sie mich wissen, wann Sie wieder Zeit haben um Ananlysen zu übernehmen; die letzten sind zu Maeder gegangen.
Ich war Ostern in Bozen u habe dirt in der Sonne gebraten. Momentan geht es in Praxis und in Politik wol etwas ruhiger zu. Die Schwierigkeiten in Wien dürften sich mit einer Versöhnung mit Stekel u Fallenlassen Adlers lösen. Meine für das Jahrbuch abzufassende Kritik seines Traumbuches wird also rücksichtsvoller ausfallen, ohne etwas von den notwendigen Ausstellungen zu verschleiern (?). Das Gedankenlose und Unkritische an dem sonst so inhaltsreichen Werk ärgert mich sehr. Er ist unerziehbar aber der der gute Kerl kommt immer wieder zum
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S.
Vorschein.
Unser Jahrbuch im Mai wird Ihnen diesmal allerlei Gewagtes u Ernsthaftes aus dieser meiner Feder bringen. Es wird ein kühner Vorstoss ins Herz der feindlichen Stellung in der Paranoiafrage werden.
Der Ausgang bei Frau H. ist sehr interessant Nun denken Sie, wie oft sich sehnliche Störungen in analytischen Fällen ereignen u dann getrauen Sie sich eine Statistik der Erfolge und Misserfolge zu geben!
Honegger hat mir auch sehr leid gethan, ich habe Hoffnungen auf ihn gesetzt, aber er war leider zu abnorm.
Mit Jung's Rückkehr werden wol die schwebenden Fragen /Kongress Organisation in Amerika) rasch entschieden werden.
Bleuler fährt fort überkorrekt gegen mich zu sein.
Ich grüsse Sie herzlich u rufe alles Ihren Komplexen ein kräftiges Heil zu.
Ihr
Freud
Berggasse 19
Wien 1090
Österreich
Brückenstrasse 9
Sanatorium Bellevue
Kreuzlingen 8280
Schweiz
C17F26