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S.
Lieber herr Doktor
Im Gegenteil. Ich bin wie alle Väter schwach und verblendet u darum stilz auf einen solchen Sohn, entschließe mich auch nur schwer ihm Vorhaltungen zu machen. Ich bin Ihres pa Komplexes ganz sicher, ich meine nur wenn Sie überlegen wollen, auch welche Seite Sie das Schwergewicht Ihrer bewussten Bevorzugung verlegen können, so entscheiden Sie sich für den pa gegen den Anstaltkomplex, denn letzterer ist im Unbewussten, so gut gesichert, dass er einer Verstärkung nicht bedarf.
Ich habe in letzter Zeit mehrere Mohren (raten Sie warum wir sie im pa Jargon so heissen!) zu Maeder geschickt. Bei nächster Gelegenheit will ich versuchen Ihnen einen schönen Fall zur PA zuzuschicken, wenn ich die Autorität dazu noch aufbringe, die mir in Wien entschieden abhanden kommt, während sie im Ausland alle "Vernichtungen" noch bestanden hat.
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S.
Wenn Sie Jung sehen, fragen Sie ihn einmal warum er mir sein Mitte April nicht geschrieben hat. Er wird übrigens genügend eingespannt sein.
Ich zäle bereits die Tage bis zum 9 Juli zu welchem Termi ich in Karlsbad angesagt bin. Da ich vor wenigen Tagen 55 Jahre alt geworden bin, dürfte ich gelegentlich müde sein meine Komplexe sagen aber ich darf noch nicht. Komplexe können hetzen und jagen.
Redlich ist ein in Watte gewickelter Stein, wie ich Ihnen vielleicht schon einmal geschrieben habe. Ich glaube an kein gutes Ende. Übrigens steht ihm die programmäßige Steigerung seiner Homosexualität durch den Verlust der Mutter bevor (Carzinom), wovon er aber nichts weiss u nichts wissen soll, solange die Diagnose nicht eingestanden ist.
Ich grüsse Sie u Ihr Haus herzlich
Ihr alter
Freud
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