Hemmung, Symptom und Angst1926-001/1926.01
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    oder hat wie die Ohnmacht keine nachweisbare Spur 
    hinterlassen. Ich halte darum an der Vermutung 
    fest, daß die Todesangst als Analogon der Kastrat-
    ionsangst aufzufassen ist, und daß die Situation 
    auf welche das Ich reagirt, das Verlassensein vom 
    schützenden Überich – den Schicksalsmächten – ist –, 
    womit die Sicherung gegen alle Gefahren ein 
    Ende hat. Außerdem kom̄t in Betracht, daß 
    bei den Erlebnißen, die zur traumatischen 
    Neurose führen, äußerer Reizschutz durchbrochen 
    wird und übergroße Erregungsmengen an den 
    seelischen Apparat herantreten, so daß hier 
    die zweite Möglichkeit vorliegt, daß Angst 
    nicht nur als Affekt signalisirt sondern auch aus den 
    oekonomischen Bedingungen der Situation 
    neu erzeugt wird.

    Durch die letzte Bemerkung, das Ich sei durch regel-
    mäßig wiederholte Objektverluste auf die Kastrat-
    ion vorbereitet worden, haben wir eine neue 
    Auffassung der Angst gewonnen. Betrachteten 
    wir sie bisher als Affektsignal der Gefahr, so 
    erscheint sie uns nun, da es sich so oft um die 
    Gefahr der Kastration handelt, als die Reaktion 
    auf einen Verlust, eine Tren̄ung. Mag auch 
    mancherlei, was sich sofort ergiebt, gegen diesen 
    Schluß sprechen, so muß uns doch eine sehr 
    merkwürdige Übereinstim̄ung auffallen. 
    Das erste Angsterlebnis des Menschen wenig-
    stens ist die Geburt und diese bedeutet 
    objektiv die Trennung von der Mutter, kön̄te 
    einer Kastration der Mutter (nach der Gleichung 
    Kind = Penis) verglichen werden. Nun wäre es sehr 
    befriedigend, wenn die Angst als Symbol einer 
    Trennung bei jeder späteren Tren̄ung wieder-
    holt würde, aber leider steht einer Verwert-
    ung dieses Zusam̄enstim̄ens im Wege, daß ja 
    die Geburt subjektiv nicht als Tren̄ung 
    von der Mutter erlebt wird, da diese 
    als Objekt dem durchaus narzißtischen Foetus 
    völlig unbekannt ist. Ein anderes Bedenken 
    wird lauten, daß uns die Affektreaktionen 
    auf eine Tren̄ung bekannt sind und daß 
    wir sie als Schmerz und Trauer, nicht als 
    Angst empfinden. Allerdings erinnern wir 
    uns, wir haben bei der Diskussion der 
    Trauer auch nicht verstehen können, warum 
    sie so schmerzhaft ist.

    VIII

    Es ist Zeit, sich zu besinnen. Wir suchen offenbar 
    nach einer Einsicht, die uns das Wesen der Angst 
    erschließt, nach einem Entweder‑Oder, das die 
    Wahrheit über sie vom Irrtum scheidet. Aber 
    das ist schwer zu haben, die Angst ist nicht einfach 
    zu erfassen. Bisher haben wir nichts erreicht 

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    als Widersprüche, zwischen denen ohne Vorurteil 
    keine Wal möglich war. Ich schlage jetzt vor, es 
    anders zu machen; wir wollen unparteiisch 
    alles zusam̄entragen, was wir von der Angst 
    aussagen können, und dabei auf die Erwartung einer 
    nahen Synthese verzichten.

    Die Angst ist also in erster Linie etwas Empfundenes 
    Wir heißen sie einen Affektzustand, obwol wir 
    auch nicht wissen, was ein Affekt ist. Sie hat 
    als Empfindung offenbarsten Unlustcharakter 
    aber das erschöpft nicht ihre Qualität; nicht 
    jede Unlust können wir Angst heißen. Es 
    giebt andere Empfindungen mit Unlustcharakter 
    (Span̄ungen, Schmerz, Trauer) und die Angst 
    muß außer diesemr Unlustqualität andere 
    Besonderheiten haben. Eine Frage: werden 
    wir es dazu bringen, die Unterschiede zwischen 
    diesen verschiedenen Unlustaffekten zu 
    verstehen?

    Aus der Empfindung der Angst können wir 
    immerhin etwas entnehmen. Ihr Unlustchar-
    akter scheint eine besondere Note zu haben, 
    das ist schwer zu beweisen, aber wahrscheinlich, 
    es wäre nichts Auffälliges. Aber außer diesem 
    schwer isolirbaren Eigencharakter nehmen 
    wir an der Angst bestim̄tere körperliche 
    Sensationen wahr, die wir auf bestim̄te 
    Organe beziehen. Da uns die Physiologie 
    der Angst hier nicht interessirt, genügt es 
    uns, einzelne Repräesentanten dieser Sensat-
    ionen hervorzuheben, also die häufigsten 
    und deutlichsten, an den Atmungsorganen 
    und am Herzen. Sie sind uns Beweise dafür, 
    daß motorische Innervationen, also Abfuhr-
    vorgänge an dem Ganzen der Angst Anteil 
    haben. Die Analyse des Angstzustandes 
    ergiebt also 1) einen spezifischen Unlust-
    charakter, 2) Abfuhrreaktionen, 3) die Wahr-
    nehmungen derselben.

    Die Punkte 2) und 3) ergeben uns bereits einen 
    Unterschied gegen die ähnlichen Zustände 
    zB der Trauer und des Schmerzes. Bei diesen 
    gehören die motorischen Äußerungen nicht 
    dazu; wo sie vorhanden sind, sondern sie 
    sich deutlich nicht als Bestandteile des 
    Ganzen, sondern als Konsequenzen oder 
    Reaktionen darauf. Die Angst ist also ein 
    besonderer Unlustzustand mit Abfuhrreaktionen 
    auf bestimmte Bahnen. Nach unseren allge-
    meinen Anschauungen werden wir glauben, 
    daß bei der Angst eine Steigerung der Erreg-
    ung zu Grunde liegt, die einerseits den 
    Unlustcharakter schafft, andererseits sich 
    durch die genannten Abfuhren erleichtert. 

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    Diese rein physiologische Zusam̄enfassung wird uns 
    aber kaum genügen, wir sind versucht anzunehmen, 
    daß ein historisches Moment da ist welches die 
    Sensationen und Innervationen der Angst 
    fest an einander bindet. Mit anderen Worten, 
    daß der Angstzustand die Reproduktion 
    eines Erlebnißes ist, das die Bedingungen 
    einer solchen Reizsteigerung und der Abfuhr 
    auf bestimmte Bahnen enthielt, wodurch also 
    die Unlust der Angst ihren spezifischen Charakter 
    erhält. Als solches vorbildliches Erlebnis 
    bietet sich uns für den Menschen die Geburt 
    und darum sind wir geneigt, im Angstzu-
    stand eine Reproduktion des Geburtstrau-
    mas zu sehen.

    Wir haben damit nichts behauptet, was der 
    Angst eine Ausnahmestellung unter den 
    Affektzuständen einräumen würde. Wir 
    meinen, auch die anderen Affekte sind 
    Reproduktionen alter, lebenswichtiger 
    eventuell vorindividueller Ereigniße und 
    bringen sie als allgemeine, typische, mitge-
    borene hysterische Anfälle in Vergleich 
    mit den spät und individuell erworbenen 
    Attaquen der hysterischen Neurose, deren 
    Genese und Bedeutung als Erinnerungssymbole 
    uns durch die Analyse deutlich geworden ist. 
    Natürlich wäre es sehr wünschenswert, diese Auf-
    fassung für eine Reihe anderer Affekte 
    beweisend durchführen zu können, wovon 
    wir heute weit entfernt sind.

    Die Zurückführung der Angst auf das Geburts-
    ereignis hat sich gegen naheliegende Einwände 
    zu verteidigen. Die Angst ist eine wahrscheinlich 
    allen Organismen, jedenfalls allen höheren 
    zukom̄ende Reaktion, die Geburt wird nur 
    von den Säugetieren erlebt, und es ist fraglich, 
    ob sie bei allen diesen die Bedeutung eines 
    Traumas hat. Es gibt also Angst ohne Geburts-
    vorbild. Aber dieser Einwand setzt sich über die 
    Schranken zwischen Biologie und Psychologie 
    hinaus. Gerade weil die Angst eine biologisch 
    unentbehrliche Funktion zu erfüllen hat, als 
    Reaktion auf den Zustand der Gefahr, mag sie 
    bei verschiedenen Lebewesen auf verschiedene 
    Art eingerichtet worden sein. Wir wissen auch 
    nicht, ob sie bei dem Menschen ferner stehenden 
    Lebewesen denselben Inhalt an Sensationen 
    und Innervationen hat wie beim Menschen. 
    Das hindert also nicht, daß die Angst beim 
    Menschen den Geburtsvorgang zum Vorbild 
    nimmt.

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    Wenn dies die Struktur und die Herkunft der 
    Angst ist, so lautet die weitere Frage: Was ist ihre 
    Funktion? Bei welchen Gelegenheiten wird 
    sie reproduzirt? Die Antwort scheint nahe liegend 
    und zwingend zu sein. Die Angst entstand als 
    Reaktion auf einen Zustand der Gefahr, sie 
    wird nun regelmäßig reproduzirt, wenn sich 
    ein solcher Zustand wieder einstellt.

    Dazu ist aber einiges zu bemerken. Die Innervationen 
    des ursprünglichen Angstzustandes waren wahr-
    scheinlich auch sinnvoll und zweckmäßig, ganz so 
    wie die Muskelaktionen des ersten hysterischen 
    Anfalls. Wenn man den hysterischen Anfall 
    erklären will, braucht man ja nur zu die 
    Situation zu suchen, in der die betreffenden 
    Bewegungen Anteile einer berechtigten Hand-
    lung waren. So hat wahrscheinlich während der 
    Geburt die Richtung der Innervation auf 
    die Atmungsorgane die Tätigkeit der Lungen 
    wachge vorbereitet, die Beschleunigung des 
    Herzschlags gegen die Vergiftung des Blutes 
    arbeiten wollen. Diese Zweckmäßigkeit 
    entfällt natürlich bei der späteren Repro-
    duktion des Angstzustandes als Affekt, wie 
    sie auch beim wiederholten hysterischen Anfall 
    vermißt wird. Wenn also das Individuum in 
    eine neue Gefahrsituation gerät, so kann es 
    leicht unzweckmäßig werden, daß es mit 
    dem Angstzustand, der Reaktion auf eine frühere 
    Gefahr antwortet, anstatt die der jetzigen adaeq-
    uaten Reaktion einzuschlagen. Die Zweck-
    mäßigkeit tritt aber wieder hervor, wenn die 
    Gefahrsituation als herannahend erkannt und 
    durch den Angstausbruch signalisirt wird. Die 
    Angst kann dann sofort durch geeignetere 
    Maßnahmen abgelöst werden. Es sondern sich 
    also sofort zwei Möglichkeiten des Auftretens 
    der Angst die eine, unzweckmäßige, in einer 
    neuen Gefahrsituation, die andere, zweckmäßige 
    zur Signalisierung und Verhütung einer solchen.

    Was aber ist eine „Gefahr“? Im Geburtsakt 
    besteht eine objektive Gefahr für die Erhaltung 
    des Lebens, wir wissen, was das in der Realität 
    bedeutet. Aber psychologisch sagt es uns gar nichts. 
    Die Gefahr der Geburt hat noch keinen psychischen 
    Inhalt. Sicherlich dürfen wir beim Foetus nichts 
    voraussetzen, was sich irgendwie einer Art 
    von Wissen um die Möglichkeit eines Ausgangs 
    in Lebensvernichtung annähert. Der Foetus kann 
    nichts anderes bemerken als eine großartige 
    Störung in der Oekonomie seiner narzißtischen 
    Libido. Große Erregungssum̄en kom dringen zu ihm, 
    erzeugen ung neuartige Unlustempfindungen, manche 
    Organe erzwingen sich erhöhte Besetzungen, was wie 
    ein Vorspiel der bald beginnenden Objektbesetz-
    ung ist; was davon wird als Merkzeichen einer 
    „Gefahrsituation“ Verwertung finden?

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    Wir wissen leider viel zu wenig von der seelischen 
    Verfassung des Neugeborenen, um diese Frage 
    direkt zu beantworten. Ich kann nicht einmal für 
    die Brauchbarkeit der eben gegebenen Schilderung 
    einstehen. Es ist leicht zu sagen, das Neugeborene werde 
    den Angstaffekt in allen Situationen wiederholen, 
    durch die an es an das Geburtsereignis erinnerte
    wird. Der entscheidende Punkt bleibt aber, wodurch 
    und woran es erinnert wird.

    Es bleibt uns kaum etwas anderes übrig, als die 
    Anläße zu studiren, bei denen der Säugling 
    oder das ein wenig ältere Kind sich zur Angstent-
    wicklung bereit zeigt. Rank hat in seinem 
    Buch „Das Trauma der Geburt“x) einen sehr energ-
    ischen Versuch gemacht,die Beziehungen der 
    frühesten Phobien des Kindes zum Eindruck 
    des Geburtsereignißes zu erweisen, allein 
    ich kann ihn nicht für geglückt halten. Man 
    kann ihm zweierlei vorwerfen: Erstens, daß 
    er auf der Voraussetzung beruht, das Kind 
    habe bestim̄te Sinneseindrücke, insbesondere 
    visueller Natur, bei seiner Geburt empfangen 
    deren Erneuerung die Erinnerung an das 
    Geburtstrauma und somit die Angstreaktion 
    hervorrufen kann. Diese Annahme ist völlig 
    unbewiesen und sehr unwahrscheinlich; es ist 
    nicht glaubhaft, daß das Kind andere als taktile 
    und Allgemeinsensationen vom Geburtsvorgang 
    bewahrt hat. Wenn es also später Angst vor 
    kleinen Thieren zeigt, die in Löchern ver-
    schwinden oder aus diesen herauskom̄en, 
    so nehmen wir eine Analogie wahr deren 
    Kenntnis wir so erklärt Rank diese Reaktion 
    durch die Wahrnehmung einer Analogie, die 
    aber dem Kinde nicht auffällig werden 
    kann. Zweitens, daß Rank in der Würdigung 
    dieser späteren Angstsituationen je nach 
    Bedürfnis die Erinnerung an die glück-
    liche intrauterine Existenz oder an deren 
    traumatische Störung wirksam werden 
    läßt, womit der Willkür in der Deutung 
    Thür und Thor geöffnet wird. Einzelne 
    Fälle dieser Kinderangst widersetzen sich direkt 
    der Anwendung des Rank’schen Prinzips. Wenn 
    das Kind in Dunkelheit und Einsamkeit gebracht 
    wird, so sollten wir erwarten, daß es diese 
    Wiederherstellung der intrauterinen Situation 
    mit Befriedigung aufnim̄t, und wenn die 
    Tatsache, daß es gerade dann mit Angst 
    reagirt, auf die Erinnerung an die Störung 
    dieses Glücks durch die Geburt zurückgeführt 
    wird, so kann man das Gezwungene 
    dieses Erklärungsversuches nicht länger 
    verkennen.

    Ich muß den Schluß ziehen, daß die frühesten 
    Kindheitsphobien eine direkte Rückführung 
    auf den Eindruck des Geburtsaktes nicht 
    zulassen und sich überhaupt bis jetzt der 
    Erklärung entzogen haben. Eine gewiße 

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    Angstbereitschaft des Säuglings ist unverkennbar. 
    Sie ist nicht etwa unmittelbar nach der Geburt 
    am stärksten, um dann langsam abzunehmen, 
    sondern tritt erst später mit dem Fort-
    schritt der seelischen Entwicklung hervor, 
    und hält über eine gewiße Periode der 
    Kinderzeit an. Wenn sich solche Frühphobien 
    über diese Zeit hinaus erstrecken, erwecken 
    sie den Verdacht einer neurotischen Störung, 
    wiewol uns ihre Beziehung zu den späteren 
    deutlichen Neurosen der Kindheit keineswegs 
    einsichtlich ist.

    Nur wenige Fälle der kindlichen Angstäußerung 
    sind uns verständlich; an diese werden 
    wir uns halten müßen. So, wenn das Kind 
    allein, in der Dunkelheit ist und wenn es eine 
    fremde Person an Stelle der ihm vertrauten 
    (der Mutter) findet. Diese drei Fälle reduziren 
    sich auf eine einzige Bedingung, das Vermissen 
    der geliebten (ersehnten) Person. Von da an 
    ist aber der Weg zum Verständnis der Angst 
    und zur Vereinigung der Widersprüche, die sich 
    an sie zu knüpfen scheinen, frei.

    Das Erinnerungsbild der ersehnten Person wird 
    gewiß intensiv, wahrscheinlich zunächst halluzinatorisch 
    besetzt. Aber das hat keinen Erfolg und nun hat es 
    den Anschein, als ob diese Sehnsucht in Angst 
    umschlüge. Es macht geradezu den Eindruck, als wäre 
    diese Angst ein Ausdruck der Ratlosigkeit, 
    als wüßte das noch sehr unentwickelte Wesen 
    mit dieser sehnsüchtigen Besetzung nichts Besseres 
    anzufangen. Die Angst erscheint so als Reaktion 
    auf das Vermissen des Objekts und es drängen 
    sich uns die Analogien auf daß d auch die 
    Kastrationsangst die Tren̄ung von einem 
    hochgeschätzten Objekt zum Inhalt hat und 
    daß die ursprünglichste Angst (die „Urangst“ 
    der Geburt) bei der Trennung von der 
    Mutter entstand.

    Die nächste Überlegung führt über diese 
    Betonung des Objektverlustes hinaus. 
    Wenn der Säugling nach der Wahrnehmung der 
    Mutter verlangt, so doch nur darum, weil 
    er bereits aus Erfahrung weiß, daß sie 
    alle seine Bedürfniße ohne Verzug 
    befriedigt. Die Situation, die er als 
    „Gefahr" wertet, gegen die er versichert 
    sein will, ist also die der Unbefried-
    igung, des Anwachsens der Bedürfnisspan-
    nung, gegen die er ohnmächtig ist. Ich 
    meine, von diesem Gesichtspunkt aus ordnet 
    sich alles ein, die Situation der Unbefried-
    igung, in der Reizgrößen eine unlustvolle 
    Höhe erreichen, ohne Bewältigung durch 

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    psychische Verwendung und Abfuhr zu finden, muß 
    für den Säugling die Analogie mit dem Geburts-
    erlebnis, die Wiederholung der Gefahrsituation 
    sein; das beiden Gemeinsame ist die oekonomische 
    Störung durch das Anwachsen der Erledigung 
    heischenden Reizgrößen, dieses Moment also 
    der eigentliche Kern der „Gefahr“. In beiden 
    Fällen tritt die Angstreaktion auf, die sich auch 
    noch beim Säugling als zweckmäßig er-
    weist, indem die Richtung der Abfuhr auf 
    Atem‑ und Stim̄muskulatur nun die 
    Mutter herbeiruft, wie sie früher die 
    Lungentätigkeit zur Wegschaffung der inneren 
    Reize anregte. Mehr als diese Kennzeichnung 
    der Gefahr braucht das Kind von seiner 
    Geburt nicht bewahrt zu haben.

    Mit der Erfahrung, daß ein äußeres, durch 
    Wahrnehmung erfaßbares Objekt der an 
    die Geburt mahnenden gefährlichen Situation 
    ein Ende machen kann, verschiebt sich 
    nun der Inhalt der Gefahr von der oekonom-
    ischen Situation auf seine Bedingung, den Objektverlust. Das 
    Vermissen der Mutter wird nun die Gefahr, 
    bei deren Eintritt der Säugling das Angst-
    signal giebt, noch ehe die gefürchtete oekonom-
    ische Situation eingetreten ist. Diese Wandlung 
    bedeutet einen ersten großen Fortschritt 
    in der Fürsorge für die Selbsterhaltung, sie 
    schließt gleichzeitig den Übergang von der 
    automatisch ungewollten Neuentstehung der Angst 
    zu ihrer beabsichtigten Reproduktion als 
    Signal der Gefahr ein.

    In beiden Hinsichten, sowol als automatisches 
    Phänomen wie als rettendes Signal, ist zeigt 
    sich die Angst ein als Produkt der psychischen 
    Hilflosigkeit des Säuglings, welche das selbst-
    verständliche Gegenstück seiner biologischen 
    Hilflosigkeit ist. Das auffällige Zusam̄entreffen, 
    daß sowol die Geburtsangst wie die Säuglings-
    angst die Bedingung der Tren̄ung von 
    der Mutter anerkennt, bedarf keiner psycho-
    logischen Deutung; es erklärt sich biologisch 
    einfach genug daß aus der Tatsache, daß die 
    Mutter, die zuerst alle Bedürfnisse des 
    Foetus durch die Einrichtungen ihres Leibes 
    beschwichtigt hatte, dieselbe Funktion 
    zum Teil mit anderen Mitteln, auch nach 
    der Geburt fortsetzt. Intrauterinleben und 
    erste Kindheit sind weit mehr ein Kontinuum, 
    als uns die auffällige Zensur des Geburtsaktes 
    glauben läßt. Das psychische Mutterobjekt ersetzt dem 
    Kinde die biologische Foetalsituation. Wir 

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    dürfen darum nicht vergessen, daß im Intrauterin-
    leben die Mutter kein Objekt war, und daß 
    es damals keine Objekte gab.

    Es ist leicht zu sehen, daß es in diesem Zusam̄enhange 
    keinen Raum für ein Abreagiren des 
    Geburtstraumas giebt, und daß eine andere 
    Funktion der Angst als die eines Signals 
    zur Vermeidung der Gefahrsituation nicht 
    aufzufinden ist. Die Angstbedingung des Objekt-
    verlustes trägt nun noch ein ganzes Stück 
    weiter. Auch die nächste Wandlung der Angst, 
    die in der phallischen Phase auftretende 
    Kastrationsangst, ist eine Tren̄ungsangst 
    und an dieselbe Bedingung gebunden. Die 
    Gefahr ist hier die Tren̄ung von dem Genitale. 
    Ein vollberechtigt scheinender Gedankengang von 
    Ferenczi läßt uns hier die Linie des Zusam̄en-
    hanges mit den früheren Inhalten der Gefahr-
    situation deutlich erken̄en. Die hohe narzißt-
    ische Einschätzung des Penis kann sich darauf be-
    rufen, daß ¿¿¿¿ der Besitz dieses Organs 
    die Gewähr für eine Wiedervereinigung 
    mit der Mutter (dem Mutterersatz) im 
    Akt des Coitus enthält. Die Beraubung 
    dieses Gliedes ist soviel wie eine neuerliche 
    Trennung von der Mutter, bedeutet also 
    wiederum, einer unlustvollen Bedürfnis-
    spannung (wie bei der Geburt) hilflos ausgeliefert 
    zu sein. Das Bedürfnis, dessen Ansteigen ge-
    fürchtet wird, ist aber nun ein spezialisirtes, 
    das der genitalen Libido, nicht mehr ein 
    beliebiges wie in der Säuglingszeit. Ich 
    füge hier an, daß die Phantasie der Rückkehr 
    in den Mutterleib der Coitusersatz des 
    Impotenten (durch die Kastrationsdrohung Ge-
    hem̄ten) ist. Im Sinne Ferenczi’s kann man 
    sagen, das Individuum, das sich zur Rückkehr 
    in den Mutterleib durch sein Genital-
    organ vertreten lassen wollte, ersetzt 
    nun regressiv dies Organ durch seine ganze 
    Person.

    Die Fortschritte in der Entwicklung des Kindes, 
    die Zunahme seiner Unabhängigkeit, die 
    scharfe Sonderung seines seelischen Apparats 
    in mehrere Instanzen, das Auftreten neuer 
    Bedürfniße, können nicht ohne Einfluß 
    auf den Inhalt der Gefahrsituation bleiben. 
    Wir haben dessen Wandlung vom Verlust des 
    Mutterobjekts zur Kastration verfolgt und sehen 
    den nächsten Schritt durch das die Macht des 
    Überichs erfolgen verursacht. Mit dem Un-
    persönlichwerden der Elterninstanz, von der 
    man die Kastration befürchtete, wird 
    die Gefahr unbestim̄ter. Die Kastrations-
    angst entwickelt sich zur Gewissensangst, zur 

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    sozialen Angst. Es ist jetzt nicht mehr so leicht anzugeben, 
    was die Angst befürchtet. Die Formel: „Trevung, 
    Ausschluß aus der Horde“, trifft nur jenen 
    späteren Anteil des Überichs, der sich in An-
    lehnung an soziale Vorbilder entwickelt 
    hat, nicht den Kern des Überichs, der der 
    introjizirten Elterninstanz entspricht. 
    Allgemeiner ausgedrückt, ist es der Zorn, die Strafe 
    des Überichs, der Liebesverlust von dessen 
    Seite, den das Ich als Gefahr wertet und mit 
    dem Angstsignal beantwortet. Als letzte Wand-
    lung dieser Angst vor dem Überich ist mir 
    die Todes‑(Lebens‑)Angst, die Angst vor 
    der Projektion des Überichs in den Schicksals-
    mächten erschienen.

    Ich habe früher einmal einen gewissen Wert auf 
    die Darstellung gelegt, daß es die bei der Ver-
    drängung abgezogene Besetzung ist, welche die 
    Verwendung als Angstabfuhr erfährt. Das er-
    scheint mir nun heute kaum wissenswert. 
    Der Unterschied liegt darin, daß ich vormals 
    die Angst in jedem Falle durch einen oekon-
    omischen Vorgang automatisch entstanden glaubte, 
    während die jetzige Auffassung der Angst 
    als eines vom Ich beabsichtigten Falle Signals 
    zum Zweck der Beeinflussung der Lust‑Unlustinstanz 
    uns von diesem oekonomischen Zwange 
    unabhängig macht. Es ist natürlich nichts gegen 
    die Annahme zu sagen, daß das Ich gerade 
    die durch die Abziehung bei der Verdräng-
    ung frei gewordene Energie zur Erweckung 
    des Affekts verwendet, aber es ist bedeutungs-
    los geworden, mit welchem Anteil Energie 
    dies geschieht.

    Ein anderer Satz, den ich einmal ausgesprochen, 
    verlangt nun nach Überprüfung im Lichte unserer 
    neuen Auffassung. Es ist die Behauptung, das Ich sei 
    die eigentliche Angststätte; ich meine, sie wird 
    sich als zutreffend erweisen. Wir haben nämlich 
    keinen Anlaß dem Überich irgendeine Angstäußer-
    ung zuzuteilen. Was Wenn aber von einer „Angst des Es“ 
    betrifft die Rede ist, so hat man nicht zu wider-
    sprechen, sondern einen ungeschickten Ausdruck 
    zu korrigiren. Die Angst ist ein Affektzustand, 
    der natürlich nur vom Ich verspürt werden kann. 
    Das Es kann nicht Angst haben wie das Ich, es ist 
    keine Organisation, kann Gefahrsituationen 
    nicht beurteilen. Dagegen ist es ein überaus häufiges 
    Vorkommnis, daß sich im Es Vorgänge vorbereiten 
    oder vollziehen, die dem Ich Anlaß zur Angstent-
    wicklung geben; in der That sind die wahrschein-
    lich frühesten Verdrängungen, wie die Mehr-
    zal aller späteren, durch solche Angst des Ichs 
    vor einzelnen Vorgängen im Es motivirt. Wir 

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    unterscheiden hier wiederum mit gutem Grund die 
    beiden Fälle, daß sich im Es etwas ereignet, was 
    eine der Gefahrsituationen für’s Ich aktivirt 
    und es somit bewegt, zur Hem̄ung Inhibition das Angstsignal 
    zu geben, und den anderen Fall, daß sich im 
    Es die dem Geburtstrauma analoge Situation 
    herstellt, in der es automatisch zur Angstreaktion 
    kom̄t. Man bringt die beiden Fälle einander 
    näher, wenn man hervorhebt, daß der zweite 
    der ersten und ursprünglichen Gefahrsituation 
    entspricht, der erste aber einer der später aus 
    ihr abgeleiteten Angstbedingungen. Oder auf 
    die wirklich vorkom̄enden Affektionen be-
    zogen, daß der zweite Fall in der Aetiologie 
    der Aktualneurosen verwirklicht ist, der erste 
    für die die Psychoneurosen charakteristisch 
    bleibt.

    Wir sehen nun, daß wir frühere Ermittlungen 
    nicht zu bezweifeln, sondern blog mit den 
    neueren Einsichten in Verbindung zu bringen 
    brauchen. Es ist nicht abzuzuweisen, daß bei Abstinenz, 
    mißbräuchlicher Störung im Ablauf der Sexual-
    erregung, Ablenkung derselben von ihrer 
    psychischen Verarbeitung, direkt Angst aus 
    Libido entsteht, d. h. jener Zustand von Hilflosig-
    keit des Ichs gegen eine übergroße Be-
    dürfnisspan̄ung hergestellt wird, der wie 
    bei der Geburt in Angstentwicklung ausgeht 
    wobei es wieder eine gleichgiltige, aber nahe 
    liegende Möglichkeit ist, daß gerade der 
    Überschuß an unverwendeter Libido seine 
    Abfuhr in der Angstentwicklung findet. 
    Wir sehen, daß sich auf dem Boden dieser Aktual-
    neurosen besonders leicht Psychoneurosen ent-
    wickeln, das heißt wol, daß das Ich Versuche 
    macht, die Angst, die es eine Weile suspendirt 
    zu erhalten gelernt hat, zu ersparen und 
    durch Symptombildung zu binden. 

    Wahrscheinlich würde die Analyse der traumat-
    ischen Kriegsneurosen, welcher Name allerdings 
    sehr verschiedenartige Affektionen umfaßt, ergeben 
    haben, daß eine Anzal von ihnen an den Char-
    akteren der Aktualneurosen Anteil hat.

    Als wir die Entwicklung der verschiedenen Ge-
    fahrsituationen aus dem ursprünglichen Geburts-
    vorbild darstellten, lag es uns ferne zu behaupten, 
    daß jede spätere Angstbedingung die 
    frühere einfach außer Kraft setzt. Die 
    Fortschritte der Ichentwicklung tragen allerding 
    dazu bei, die frühere Gefahrsituation zu 
    entwerten und bei Seite zu schieben, so 
    daß man sagen kann, einem bestim̄ten 
    Entwicklungsalter sei eine gewiße Angst-
    bedingung wie adaequat zugeteilt. Die 
    Gefahr der psychischen Hilflosigkeit paßt zur 
    Lebenszeit der Unreife des Ichs, 
    Gefahr des zur Unselbständigkeit der 
    ersten Kinderjahre, wie die Kast-
    rationsgefahr zur phallischen Phase die 
    Überichangst zur Latenzzeit. Aber es kön̄en 

  • S.

    49

    doch alle diese Gefahrsituationen und Angstbedingungen 
    nebeneinander fortbestehen bleiben und das Ich 
    auch zu späteren als den adäquaten Zeiten 
    zur Angstreaktion veranlassen, oder es können 
    mehrere von ihnen gleichzeitig in Wirksamkeit 
    treten. Möglicherweise bestehen auch engere 
    Beziehungen zwischen der wirksamen Gefahrsit-
    uation und der Form der auf sie folgenden Neurose.xx)

    Als wir in einem früheren Stück dieser Untersuch-
    ungen auf die Bedeutung der Kastrationsgefahr 
    bei mehr als einer neurotischen Affektion 
    stießen, erteilten wir uns die Mahnung, dies 
    Moment doch nicht zu überschätzen, da es bei 
    dem gewiß mehr zur Neurose disponirten weib-
    lichen Geschlecht doch nicht ausschlaggebend sein 
    könnte. Wir sehen jetzt, daß wir nicht in Gefahr 
    sind, die Kastrationsangst für den einzigen 
    Motor der zur ¿¿¿ Neurose führenden 
    Abwehrvorgänge zu erklären. Ich habe an anderer 
    Stelle auseinandergesetzt, wie die Entwicklung 
    des kleinen Mädchens durch den Kastrations-
    komplex zur zärtlichen Objektbe-
    setzung gelenkt we zur zärtlichen Obehktbe-
    beziehung wird. Gerade beim Weibe scheint die 
    Gefahrsituation Angstbedingung des Objektverlustes die wirk-
    samste geblieben zu sein. Wir dürfen an der 
    ihrer Angstbedingung die kleine Modifikation 
    anbringen, daß es sich nicht mehr um das Ver-
    missen oder den realen Verlust des Objekts 
    handelt, sondern um den Liebesverlust von 
    Seiten des Objekts. Da es sicher steht, daß die 
    Hysterie eine größere Affinität zur Weiblichkeit 
    hat ebenso wie die Zwangsneurose zur Männlichkeit, 
    so liegt die Vermutung nahe, die Angstbedingung 
    des Liebesverlustes steht spiele bei Hysterie eine ähnliche 
    Rolle wie die Kastrationsdrohung bei den 
    Phobien, die Überichangst bei der Zwangsneurose.

    √49 gehört in Manus S. 48

    IX

    Was jetzt erübrigt, ist die Behandlung der Be-
    ziehungen zwischen Symptombildung und Angst-
    entwicklung.

    Zwei Meinungen darüber scheinen weit verbreitet 
    zu sein. Die eine nennt die Angst selbst ein 
    Symptom der Neurose, die andere glaubt an 
    ein weit innigeres Verhältnis zwischen beiden. 
    Ihr zufolge würde alle Symptombildung nur 
    unternommen werden, um der Angst zu 
    entgehen; die Symptome binden die psychische 
    Energie, die sonst als Angst abgeführt würde, 
    so daß die Angst das Grundphänomen 
    und Hauptproblem der Neurose wäre.

     

  • S.

    49a

    xx)Seit der Unterscheidung von Ich und Es mußte auch 
    unser Interesse an den Problemen der Verdrängung 
    eine neue Belebung erfahren. Bisher hatte es uns 
    genügt, die dem Ich zugewendeten Seiten des 
    Vorgangs, die Abhaltung vom Bewußtsein und 
    von der Motilität und die Ersatz‑(Symptom‑)Bildung 
    ins’ Auge zu fassen, von der verdrängten 
    Triebregung selbst nahmen wir an, sie bleibe 
    im Unbewußten unbestimmt lange unver-
    ändert bestehen. Nun wendet sich das Inter-
    esse den Schicksalen des Verdrängten zu, 
    und wir ahnen, daß ein solcher unveränderter 
    und unveränderlicher Fortbestand nicht selbst-
    verständlich, vielleicht nicht einmal gewöhnlich 
    ist. Die ursprüngliche Triebregung ist jedenfalls 
    durch die Verdrängung gehem̄t und von 
    ihrem Ziel abgelenkt worden. Ist aber ihr 
    Ansatz im Unbewußten erhalten geblieben 
    erhalten geblieben und hat er sich resistent 
    gegen die verändernden und entwertenden 
    Einflüße des Lebens erwiesen? Bestehen also 
    die alten Wünsche noch, von deren früherenm
    Existenz uns die Analyse berichtet? Die Ant-
    wort scheint naheliegend und gesichert: Die ver-
    drängten alten Wünsche müßen im Unbewußten 
    noch fortbestehen, da wir ihre Abköm̄linge, die 
    Symptome, noch wirksam finden. Aber sie ist nicht 
    zureichend, sie läßt für nicht zwischen den beiden 
    Möglichkeiten entscheiden, ob der alte Wunsch 
    jetzt nur durch seine Abköm̄linge wirkt, denen 
    er all seine Besetzungsenergie übertragen 
    hat oder ob er außerdem selbst erhalten 
    geblieben ist. Wenn es sein Schicksal war, sich in 
    der Besetzung seiner Abköm̄linge zu erschöpfen, 
    so bleibt noch die dritte Möglichkeit, daß 
    er im Verlauf der Neurose durch Regression 
    wiederbelebt wurde, so unzeitgemäß er gegen-
    wärtig sein mag. Man braucht diese Erwägungen 
    nicht für müßig zu halten, vieles an den Erschein-
    ungen des krankhaften wie des normalen 
    Seelenlebens scheint diese solche Fragestellungen 
    zu erfordern. In meiner Studie über den 
    Untergang des Oedipuskomplexes bin ich 
    auf den Unterschied zwischen einer der bloßen 
    Verdrängung und einer der wirklichen 
    Aufhebung einer alten Wunschregung auf-
    merksam geworden.