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11. 5. 11
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19Lieber Herr Doktor
Ihre rasche Reaktionsbildung gegen das "Malheur" ist mir ungemein sympathisch. Ganz einverstanden. Ich meine nur, der erste Schritt sollte sein, sich an Dr J. in Bourges zu wenden. Erstens wird das ihn antreiben, zweitens erfahren wir dabei vielleicht, dass er seinen Vorsatz nicht ausführen will, drittens können Sie sich über die Termini einigen, ehe er sich zu gewissen Ausdrücken entschlossen hat. Sie können sich denken, dass ich Ihre Zensur einer solchen Übertragung hoch einschätzen würde.
Betreffs der Auswal würde ich X bei Seite lassen, weil die komplizirte Entwicklg ganz auf die seither verlassene Traumentheorie aufgebaut ist, die nicht als neu vorgetragen werden soll. Dagegen würde ich XII (Psychoanalyse) dringend zur Aufnahme unter die andern empfehlen. Ich sehe auch nicht ein, warum Sie sich auf die erste Folge beschränken und nicht aus der zweiten III, IV, V, VI, VIII, IX dazunehmen wollen. Das gäbe erst ein vollständiges Bild.
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Ferner wollen Sie nicht daran vergessen, dass Sie für die Übersetzg der vorläufigen Mittheilung in der ersten Folge die Einwilligung von Dr J. Breuer (schriftliche) brauchen, die er Ihnen ungern geben aber doch nicht versagen wird.
Ich werde mich sehr freuen, wenn dieser Plan ausgeführt werden kann.
Die holländische Kritik des Zentralblattes hat Recht. An der Vernachlässigung des didaktischen Punktes ist die Anwesenheit von Adler in der Redaktion schuld.
Ich grüsse Sie herzlich
Ihr Freud
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