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6. 1. 13.
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19Lieber Herr Kollege
Ich weiss seit einiger Zeit aus Ihren Briefen, dass Sie durch persönliche Angelegenheiten stark in Anspruch genommen sind, u werde mich Ihnen also durch Warten anpassen. Wenn ich nur weiss, dass ich auf Ihre Arbeit rechnen kann, unterdess werde ich also einen anderen Aufsatz in der "Sammlung" vorrücken lassen.
Nun sagen Sie mir aber, wenn Sie die Anpassungsbestrebungen etc nicht mehr als besondere Traumfunktion sondern als Thätigkeit des Ubw überhaupt auffassen (wie es jetzt in Ihrem Briefe heisst), worüber haben wir dann eigentlich gestritten? Das war ja das Einzige, was ich an Ihrer Arbeit auszusetzen hatte. Dann wird sich die Diskussion auf dem Kongress allerdings auch erledigen. Wo kein Widerspruch, da keine Diskussion.
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