S.
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Wohltaten dieser Kultur genießen, sondern auch
die Unterdrückten können an ihr Anteil
haben, indem die Berechtigung, die Außen-
stehenden zu verachten, sie für die Be-
einträchtigung in ihrem eigenen Kreis
entschädigt. Man ist zwar ein elender, von
Schulden und Kriegsdiensten geplagter
Plebejer, aber dafür ist man Römer, hat
seinen Anteil an der Aufgabe, andere Nationen
zu beherrschen und ihnen Gesetze vorzu-
schreiben. Diese Identifizierung der Unterdrück-
ten mit der sie beherrschenden und aus-
beutenden Klasse ist aber nur ein Stück
eines größeren Zusammenhanges. Anderseits
könnensiejene an diese affektiv gebunden sein,
trotz der Feindseligkeit ihre Ideale in
ihnen Herren erblicken. Wenn nicht solche
im Grunde befriedigende Beziehungen
bestünden, bliebe es unverständlich, daß
so manche Kulturen sich trotz berechtigter
Feindseligkeit großer Menschenmassen
so lange Zeit erhalten haben.
Von anderer Art ist die Befriedigung, welche
die Kunst den Teilhabern an einem Kultur-
kreis gewährt, obwol diese in der Regel
den Massen, die durch erschöpfende Arbeit
in Anspruch genommen sind und keine
persönliche Erziehung genossen haben,
unzugänglich bleibt. Die Kunst bietet,
wie wir längst gelernt haben, Ersatzbefriedig-
ungen für die ältesten, immer noch am
tiefsten empfundenen Kulturverzichte
und wirkt darum wie nichts anderes
aussöhnend mit den für sie gebrachten
Opfern. Anderseits heben ihre Schöpfungen
die Identifizierungsgefühle, deren jeder
Kulturkreis so sehr bedarf, durch den
Anlaß zu gemeinsam erlebten, hoch-
eingeschätzten Empfindungen; sie dienen
aber auch der narzißtischen Befriedigung,
wenn sie die Leistungen der besonderen
Kultur darstellen, in eindrucksvoller Art
an ihre Ideale mahnen.
Das vielleicht bedeutsamste Stück des
psychischen Inventars einer Kultur
hat noch keine Erwähnung gefunden. Es
sind ihre im weitesten Sinn religiösen
Vorstellungen, mit anderen, später zu recht-
fertigenden Worten, ihre Illusionen.S.
S.
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jetzt zum Sexualobjekt jedes Weib wählen das
einem gefällt, darf seinen Rivalen beim
Weib oder wer einem sonst im Weg
steht ohne Bedenken erschlagen, kann dem
anderen auch irgend eines seiner Güter weg-
nehmen ohne ihn um Erlaubnis zu fragen,
wie schön, welch eine Kette von Befriedigungen
wäre dann das Leben! Zwar findet man
bald die nächste Schwierigkeit. Jeder
andere hat genau dieselben Wünsche wie
ich und wird mich nicht schonender behandeln
als ich ihn. Im Grunde kann also nur ein
Einziger durch solche Aufhebung der Kulturein-
schränkungen uneingeschränkt glücklich werden,
ein Tyrann, ein Diktator, der alle Macht-
mittel an sich gerissen hat und auch der
hat allen Grund zu wünschen daß die Anderen
wenigstens dies eine Kulturgebot einhalten: du
sollst nicht töten.
Aber wie undankbar, wie kurzsichtig überhaupt,
eine Aufhebung der Kultur anzustreben!
Was dann übrig bleibt ist der Naturzustand
und der ist weit schwerer zu ertragen. Es
ist wahr die Natur verlangte von uns keine
Triebeinschränkungen sie ließe uns gewähren,
aber sie hat ihre besonders wirksame Art uns
zu beschränken, sie bringt uns um, kalt,
grausam, rücksichtslos wie uns scheint, mög-
licherweise grade bei den Anlässen unserer
Befriedigung. Eben wegen dieser Gefahren
mit denen die Natur uns bedroht haben
wir uns ja zusammengetan und die Kultur
geschaffen, die unter anderem auch unser
Zusammenleben möglich machen soll. Es
ist ja die Hauptaufgabe der Kultur, ihr
eigentlicher Daseinsgrund uns gegen die
Natur zu verteidigen.
Es ist bekannt, daß sie es in manchen Stücken
schon jetzt leidlich gut trifft, sie wird
es offenbar später einmal viel besser
machen. Aber kein Mensch giebt sich der
Täuschung hin zu glauben, daß die Natur
jetzt schon bezwungen ist, wenige wagen
zu hoffen, daß sie einmal dem Menschen
ganz unterworfen sein wird.
Da sind die Elemente die jedem menschlichen
Zwang zu spotten scheinen, die Erde die
bebt, zerreißt, alles Menschliche und
Menschenwerk begräbt, das Wasser das im
Aufruhr alles überflutet und ersäuft,
der Sturm der es wegbläst, da sind
die Krankheiten, die wir erst seit
Kurzem als die Angriffe anderer
Lebewesen erkennen, endlich das
schmerzliche Rätsel des Todes, gegenS.
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den bisher kein Kräutlein gefunden wurde
und wahrscheinlich keines gefunden werden
wird. Mit diesen Gewalten steht die Natur
wider uns auf, großartig, grausam, unerbittlich
rückt uns wieder unsere Schwäche und
Hilflosigkeit vor Augen, der wir uns durch
die Kulturarbeit zu entziehen gedachten.
Es ist einer der wenigen erfreulichen und
erhebenden Eindrücke, die man von der
Menschheit haben kann, wenn sie angesichts
einer Elementarkatastrophe ihrer Kulturerfahren-
heit, aller inneren Schwierigkeiten
und Feindseligkeiten vergißt und sich ihrer
großen gemeinsamen Aufgabe ihrer
Erhaltung gegen die Übermacht der Natur
erinnert.
Wie für die Menschheit im Ganzen so ist für
den Einzelnen das Leben schwer zu er-
tragen. Ein Stück Entbehrung legt ihm die
Kultur auf, an der er Teil hat, ein Maß
Leiden bereiten ihm die anderen Menschen
entweder trotz der Kulturvorschriften
oder infolge der Unvollkommenheit dieser
Kultur. Dazu kommt was ihm die unbe-
zwungene Natur – er nennt es Schicksal –
an Schädigung zufügt. Ein ständiger ängstlicher
Erwartungszustand und eine schwere Kränk-
ung des natürlichen Narzismus sollte
die Folge dieses Zustandes sein. Wie der
Einzelne gegen die Schädigungen durch die
Kultur und die Anderen reagiert wissen
wir bereits, er entwickelt ein entsprechendes
Maß von Widerstand gegen diese Kultur,
von Kulturfeindschaft. Aber wie setzt er
sich gegen die Übermächte der Natur, des
Schicksals, zur Wehr, die ihm
wie allen Anderen drohen?
Z Die Kultur nimmt ihm diese Leistung ab,
sie besorgt sie für alle in gleicher Weise, es
ist auch bemerkenswert daß so ziemlich
alle Kulturen hierin das Gleiche tun.
Sie macht nicht etwa Halt in der Erledigung
ihrer Aufgabe den Menschen gegen die
Natur zu verteidigen, sie setzt sie nur
mit anderen Mitteln fort. Die Aufgabe
ist hier eine mehrfache, das schwer bedrohte
Selbstgefühl des Menschen verlangt nach
Trost, der Welt und dem Leben sollen
ihre Schrecken genommen werden, nebenbei
will auch die Wißbegierde der Menschen
die freilich von dem stärksten praktischen
Interesse angetrieben wird, eine Antwort
haben.S.
13
Mit dem ersten Schritt ist bereits sehr viel
gewonnen. Und dieser ist, die Natur zu ver-
menschlichen. An die unpersönlichen Kräfte
und Schicksale kann man nicht heran, sie
bleiben ewig fremd. Aber wenn in
den Elementen Leidenschaften toben wie
in der eigenen Seele, wenn selbst der Tod
nichts Spontanes ist, sondern die Gewalttat
eines bösen Willens, wenn man überall
in der Natur Wesen um sich hat wie
man sie aus der eigenen Gesellschaft kennt
dann atmet man auf, fühlt sich heimisch im
Unheimlichen, kann seine sinnlose Angst
psychisch bearbeiten. Man ist vielleicht noch
wehrlos, aber nicht mehr hilflos gelähmt, man
kann zum mindesten reagieren, ja vielleicht
ist man nicht einmal wehrlos, man kann
gegen diese gewalttätigen Übermenschen
draußen dieselben Mittel in Anwendung
bringen, deren man sich in seiner Gesellschaft
bedient, kann versuchen sie zu beschwören,
beschwichtigen, bestechen, raubt ihnen
durch solche Beeinflussung einen Teil
ihrer Macht. Solch ein Ersatz einer Natur-
wissenschaft durch Psychologie schafft nicht
bloß sofortige Erleichterung, er zeigt auch
den Weg zu einer weiteren Bewältigung
der Situation.
Z Denn diese Situation ist nichts Neues, sie hat ein
infantiles Vorbild, ist eigentlich nur die
Fortsetzung des früheren, denn in solcher
Hilflosigkeit hatte man sich schon einmal be-
funden, als kleines Kind, einem Eltern-
paar gegenüber, das man Grund hatte zu
fürchten, zumal den Vater, dessen Schutzes
man aber auch sicher war gegen die Gefahren,
die man damals kannte. So lag es nahe
die beiden Situationen einander anzugleichen.
Auch kam wie im Traumleben der Wunsch
dabei auf seine Rechnung. Eine Todesahnung
befällt den Schlafenden, will ihn in das
Grab versetzen, aber die Traumarbeit
weiß die Bedingung auszuwählen unter
der auch dieses gefürchtete Ereignis zur
Wunscherfüllung wird; der Träumer sieht
sich in einem alten Etruskergrab in
das er selig über die Befriedigung seiner
archäologischen Interessen hinabgestiegen
war. Ähnlich macht der Mensch die
Naturkräfte nicht einfach
zu Menschen mit denen er wie mit
seinesgleichen verkehren kann, das würde
auch dem überwältigenden Eindruck
nicht gerecht werden, den er von ihnen
hat, sondern er giebt ihnen Vater-
charakter, macht sie zu Göttern, folgt
dabei nicht nur einem infantilen sondern
auch, wie ich versucht habe zu zeigen, einem
phylogenetischen Vorbild.S.
14
Mit der Zeit werden die ersten Beobacht-
ungen von Regel- und Gesetzmäßigkeit an
den Naturerscheinungen gemacht; die Natur-
kräfte verlieren damit ihre menschlichen
Züge. Aber die Hilflosigkeit der Menschen
bleibt und damit ihre Vatersehnsucht
und die Götter. Die Götter behalten ihre
dreifache Aufgabe, die Schrecken der
Natur zu bannen, mit der Grausamkeit
des Schicksals besonders, wie es sich im
Tode zeigt, zu versöhnen und für die
Leiden und Entbehrungen zu entschädigen,
die dem Menschen durch das kulturelle
Zusammenleben auferlegt werden.
Aber allmälig verschiebt sich innerhalb dieser
Leistungen der Akzent. Man merkt, daß
die Naturerscheinungen sich nach inneren
Notwendigkeiten von selbst abwickeln;
gewiß sind die Götter die Herren der
Natur, sie haben sie so eingerichtet und
können sie nun sich selbst überlassen.
Nur gelegentlich greifen sie in den soge-
nannten Wundern in ihren Lauf ein,
wie um zu versichern, daß sie von ihrer
ursprünglichen Machtsphäre nichts aufge-
geben haben. Was die Austeilung der
Schicksale betrifft, so bleibt eine unbehag-
liche Ahnung bestehen, daß der Rat-
und Hilflosigkeit der Menschengeschlechts
nicht abgeholfen werden kann. Hier ver-
sagen die Götter am ehesten; wenn
sie selbst das Schicksal machen, so
muß man ihren Ratschluß unerforsch-
lich heißen; dem begabtesten Volk
des Altertums dämmert die Einsicht,
daß die Moira über den Göttern steht
und daß die Götter selbst ihre
Schicksale haben. Und je mehr die
Natur selbständig wird, die Götter sich von
ihr zurückziehen, desto ernsthafter drängen
alle Erwartungen auf die dritte Leistung,
die ihnen zugewiesen ist, desto mehr wird
das Moralische ihre eigentliche Domäne.
Göttliche Aufgabe wird es nun, die Mängel
und Schäden der Kultur auszugleichen,
die Leiden in Acht zu nehmen, die die Menschen
im Zusammenleben einander zufügen,
über die Ausführung der Kulturvorschriften
zu wachen, die die Menschen so schlecht befolgen.
Den Kulturvorschriften selbst wird göttlicher
Ursprung zugesprochen, sie werden über
die menschliche Gesellschaft hinausgehoben,
auf Natur und Weltgeschehen ausgedehnt.```
S.
15
So wird ein Schatz von Vorstellungen geschaffen,
geboren aus dem Bedürfnis die menschliche
Hilflosigkeit erträglich zu machen, erbaut
aus dem Material der Erinnerungen an die
Hilflosigkeit der eigenen und der Kindheit
des Menschengeschlechts. Es ist deutlich erkennbar,
daß dieser Besitz den Menschen nach zwei
Richtungen beschützt, gegen die Gefahren der
Natur und des Schicksals und gegen die Schädig-
ungen aus der menschlichen Gesellschaft selbst.
Im Zusammenhang lautet es: das Leben in dieser
Welt dient einem höheren Zweck, der zwar
nicht leicht zu erraten ist, aber gewiß eine
Vervollkommnung des menschlichen Wesens be-
deutet. Wahrscheinlich soll das Geistige des Menschen,
die Seele, die sich im Lauf der Zeiten so langsam
und widerstrebend vom Körper getrennt hat,
das Objekt dieser Erhebung und Erhöhung
sein. Alles was in dieser Welt vor sich geht,
ist Ausführung der Absichten einer uns überlegenen
Intelligenz, die, wenn auch auf schwer zu ver-
folgenden Wegen und Umwegen, schließlich
alles zum Guten d. i. für uns Erfreulichen
lenkt. Über jedem von uns wacht eine gütige,
nur scheinbar gestrenge Vorsehung, die nicht
zuläßt daß wir zum Spielball der überstarken
und schonungslosen Naturkräfte werden;
der Tod selbst ist keine Vernichtung, keine
Rückkehr zum anorganisch-Leblosen,
sondern der Anfang einer neuen Art von Existenz,
die auf dem Wege der Höherentwicklung
liegt. Und nach der anderen Seite gewendet:
dieselben Sittengesetze, die unsere Kulturen
aufgestellt haben, beherrschen auch alles Welt-
geschehen, nur werden sie von einer
höchsten richterlichen Instanz mit ungleich
mehr Macht und Konsequenz behütet. Alles
Gute findet endlich seinen Lohn, alles Böse
seine Strafe, wenn nicht schon in dieser
Form des Lebens, so in den späteren Exist-
enzen, die nach dem Tode beginnen. Somit
sind alle Schrecken, Leiden und Härten
des Lebens zur Austilgung bestimmt; das
Leben nach dem Tode, das unser irdisches
fortsetzt, wie das unsichtbare Stück des Spektrums
dem sichtbaren angefügt ist, bringt
all die Vollendung, die wir hier vielleicht
vermißt haben. Und die überlegene Weisheit,
die diesen Ablauf lenkt, die Allgüte,
die sich in ihm äußert, die Gerechtigkeit,
die sich in ihm durchsetzt, das sind die Eigen-
schaften der göttlichen Wesen, die auch uns
und die Welt im Ganzen geschaffen haben.
Oder vielmehr des einen göttlichen Wesens,
zu dem sich in unserer Kultur alle Götter
der Vorzeiten verdichtet haben. Das Volk,
dem zuerst solche Konzentrierung der göttlichen
Eigenschaften gelang, war nicht wenig
stolz auf diesen Fortschritt.S.
S.
16
stolz auf diesen Fortschritt. Es hatte den väterlichen
Kern, der von jeher hinter jeder Gottesgestalt
verborgen war, freigelegt; im
Grunde war es eine Rückkehr zu den
historischen Anfängen der Gottesidee. Nun,
da Gott ein Einziger war, konnten die
Beziehungen zu ihm die Innigkeit und
Intensität des kindlichen Verhältnisses
zum Vater wiedergewinnen.No) Wenn man so viel für den Vater getan hatte
wollte man aber auch belohnt werden, zum
mindesten das einzig geliebte Kind sein, das
auserwählte Volk. Sehr viel später
erhebt das fromme Amerika den Anspruch
„God's own country“ zu sein und für eine
der Formen, unter denen die Menschen
die Gottheit verehren, trifft es auch zu.Die religiösen Vorstellungen, die vorhin zusam-
mengefaßt wurden, haben natürlich eine
lange Entwicklungsgeschichte durchgemacht und
von verschiedenen Kulturen in verschiedenen
Phasen festgehalten worden. Ich habe eine
einzelne solche Entwicklungsphase herausge-
griffen, die etwa der Endgestaltung in
unserer heutigen weißen, christlichen
Kultur entspricht. Es ist leicht zu bemerken,
daß nicht alle Stücke dieses Ganzen gleich
gut zu einander stimmen, daß nicht alle
dringenden Fragen beantwortet werden,
daß der Widerspruch der täglichen Erfahrung
nur mit Mühe abgewiesen werden
kann. Aber so wie sie sind, werden diese
Vorstellungen – die im weitesten Sinn
religiösen – als der kostbarste Besitz
der Kultur eingeschätzt, als das
Wertvollste, was sie ihren Teilnehmern
zu bieten hat, weit höher geschätzt als
alle Künste, der Erde ihre Schätze zu ent-
locken, die Menschheit mit Nahrung
zu versorgen oder ihren Krankheiten
vorzubeugen usw. Die Menschen meinen,
das Leben nicht ertragen zu können,
wenn sie diesen Vorstellungen nicht
den Wert beilegen, der für sie bean-
sprucht wird. Und nun ist die Frage,
was sind diese Vorstellungen im
Lichte der Psychologie, woher beziehen sie
ihre Hochschätzung und um schüchtern
fortzusetzen: was ist ihr wirklicher
Wert?
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Die Zukunft einer Illusion1927-001/1927.01
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