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S.
Falzeder:
16. XI. 19.
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19
Dear Mr Viereck
Ich danke Ihnen herzlich für die Zusendung des Artikels: The President sees snakes. Er ist ein "masterly and powerful" Stück, und diesmal kann ich in jeder Zeile mit Ihnen fühlen. Ich sehe Sie jetzt im Lichte eines Mannes, der nur eine grosse Sache braucht, um Grosses zu leisten. Von den angekündigten Büchern verspreche ich mir nach den Proben Ihrer Dichtung in dem Buch über Roosevelt grossen Genuss.
Von Ihrem Freund Dr Tannenbaum habe ich bereits viel Vorteilhaftes gehört u hoffe, dass er sich an dem von uns geplanten anglo-amerikanischen Journal of Psychoanalysis ausgiebig beteiligen wird.
Die Zeiten bringen es mit sich, dass zwischen uns schon nach so kurzer Bekanntschaft von Hilfeleistung die Rede sein kann. Es geht uns wirklich, Dank der Weisheit und Menschenfreundlichkeit des Hohen Rages in Paris, sehr übel. Was meine Person betrifft, so bekenne ich, dass alle meine bisherigen Arbeiten "productions of a carnivorous animal" waren, und halte es für möglich, dass ich viel leistungsfähiger werde, wenn ich Fleisch zB in der Form von corned beef bekäme.
Versäumen Sie es aber nicht, sich einer sicheren Gelegenheit zum Transport zu bedienen, wenn Sie mir etwas schicken, sonst kommt nichts bei mir an. Die gewöhnliche Postverbindung dürfte versagen.
Unsere Freunde in Holland, Schweiz und England sorgen übnrigens für uns, so gut sie können. Die ärgste Arbeitsstörung ist das Frieren, dem keine Freundschafssendung abhelfen kann.
In herzlicher Ergebenheit
Ihr Freud
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S.
Berggasse 19
Wien 1090
Austria
C43F5