• S.

    PROF. DR. FREUD
    WIEN IX., BERGGASSE 19

    Semmering,  Villa Schüler.

    16. VII. 24.

    Dear Jones,

    Der erste Band der Collection, ange-
    kündigt durch Mrs. Riviere, war eine Freude 
    und Überraschung für mich. Ich bekenne, dass 
    ich mich geirrt habe. Ich habe entweder meine 
    Lebensdauer oder Ihre Energie unterschätzt. 
    Die Aussichten, die mir Ihr Brief eröffnet, 
    betreffs der folgenden Bände, scheinen ja 
    grossartig, aber ich behalte meine Zweifel, 
    ob Sie Strachey als Hindernis überwinden 
    können. Sie haben sich mit diesen Bänden 
    eine riesige Arbeitsleistung auferlegt.

    Das Wesentliche ist, ich darf nicht ver-
    gessen, Ihnen zu sagen, dass ich Ihre Vorrede 
    meisterhaft finde. Jedes Wort ist rich-
    tig und an seinem Platz.

    Ich lebe hier auf dem Semmering in einer 
    besonderen Villa, bequem und ungestört, kann 

  • S.

    auch arbeiten, leider aber noch immer unter 
    den argen lokalen Quälereien.

    Aus Ihrem vorigen Brief über die ameri-
    kanischen Rechte bin ich nicht sehr klug 
    geworden. Ich bin froh, dass die Sache zwi-
    schen Ihnen und Rank verbleibt.

    Mit herzlichen Grüssen für Sie und Ihre 
    liebe Frau 
    Ihr 
    Freud