• S.

    Lieber Herr Doktor

    Ich beantworte eilig Ihren schönen Weihnachtsgruß zufällig den einzigen aus unserem Keise u schicke ihn als Glückwunsch for 1912 für Sie, Familie u Anstalt zurück. Ich bin zuversichtlich, daß Sie due Anerkennung der PA erleben und sich dann freuen werden, in Ihrer Jugend zu den Aufrühren gehört zu haben.

    Um mich sorgen Sie sich nicht; ich kann garnicht wünschen so alt zu werden.

    Gerne würde ich einmal der Gast Ihrer lieben Hausfrau, aber Sie wissen, jetzt ist die Zeit, wo ich das Geld

  • S.

    erwerben muss für alle Ausschreitungen der Ferien. Die Vorgänge in Zürich sind kränkend, aber ich kenn Bl. zu gut, und Jung dafür verantwortlich zu machen. Es ist mir mit Breuer auch nicht besser gegangen; ich wollte gerne dankbar sein, aber er wollte nicht. Hier kleine Arbeit, leider keine Zeit für die größeren Dinge, die mich mit dem Sommer plagen,

    Prosit!

    Ihr herzlich ergebener

    Freud

    Gruß an Stockmayer. Giebt es für das "Fesseln" nicht eine gute Tradition?

    Ich soll Ihnen (rein formal) ein Pat, aus Wien empfehlen, den Dr Ldw Kohn zu Ihnen gebracht hat, u habe es hiermit gethan.