• S.

    Lieber Herr Doktor

    Denken Sie an folgende merkwürdige Frucht meines Besuche sbei Ihnen! Ich konnte Ihren Brief ohne Schwierigkeiten lesen, wenngleich ich gar nicht sicher bin, daß er deutlicher geschrieben war als frühere. Fpr Ihre persönlichen Nachrichten und die von Ihrer Arbeit schönsten Dank.Dafür ersparten Sie mir, bitte, den Dank wenn Ihnen Heller ein Buch zuschickt, welches Sie an unser Gespräch über die grünen Steine erinnern soll.

    (H) Er ist aber so langweilig, daß es gewiss noch eine ganze Zeit dauern wird, bis er es besorgt hat. Jung hat mir Vorwürfe gemacht, daß ich nicht nach Zürich gekommen bin u mein Ausbleiben mit meiner Unzufriedenheit über seine neue Libidotheorie erklärt. Er hat aber nicht gesagt, warum er nicht auf den adanken gekommen ist. selbst herüberzukommen. Ich war doch genug gereist u kann meine Anwesenhet, wenn ich Ihr Gast bin,

  • S.

    doch nicht auf die Hälfte reduzieren.

    In diesen letzten 4 Wochen hält meine Arbeitskraft wie meine Inanspruchnahme noch gleichmäßig an. Aber ich werde nihct böse sein, wenn der 14. Juli wieder kommt, welcher historische Tag auch für mich ein Stück Freiheit bedeutet. Einen dummen Einfall, aus dem etwas werden kann, ein Privatvergnügen wie der Leonardo, habe ich sogar vor eingen Tagen gehabt. Ein dickes Buch von Rank über den Inzest in der Literatur ist in den Korrekturen fertig geworden; es wird, hoffe ich, einen starken Eindruck machen.

    Jones ist heute hier angekommen. Vielleicht entschließt sich seine kranke Frau zu einer PA Vorbehandlung.

    Ich grüße Sie herzlich und bitte Sie, mich Ihrer Frau wie der Dame auf Brunegg wärmstens zu empfehlen.

    Ihr treu ergebener Freud