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S.
Lieber Herr Doktor
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Nachrichten über die beiden Patienten, aber sie interessieren mich viel weniger als das andere, was Sie schreiben. Die Frau N. möchte ich nihct haben ich kann gegen den suspekten Mann nichts ausrichten.
Mein Besuch bei Ihnen muss allerdings aufgeschoben werden. Ich werde Bleuler eine Zusammenkunft in München vorschlagen, das mir lieber ist als das öde Innsbruck und (Geheimnis!) es ist warscheinlich , dass ein Anderer aus Zürich ankommt, wenn er abgereist ist. Aber er darf es nicht wissen. Ich freue mich wie ein Schneekönig über die kleine Intrigue.
Ich merke, dass das Schicksal seinen Lauf nimmt, Ihnen die Leitund der Anstalt in die Hand zu spielen, nehme aber an, dass Dr Holst nicht mehr im Hause war. Bin ich im Irrtum?
Ihre Reklamation beim Zentralblatt habe ich angebracht. Schlamperei natürlich, der Titel wurde fertig gemacht, ehe Sie zugesagt hatten. Auch die zweite Nummer dürfte Sie interessieren, sie bringt Jung, Jones u interessante andere Mittheilungen
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S.
sonst etwas viel Adler wie die erste zuviel Stekel. Mit Adler's Arbeiten heisst es vorsichtig sein, Die Gefahr mit ihm ist umso grösser je intelligenter er ist, seine Darstellung macht alles undurchsichtig; ich weiss aber, dass er auf biologische Gesichtspunkte an Stelle der psychologischen u auf Absetzung des Sexualtriebes Hinausläuft. Es ist da nicht alles in Ordnung.
Putnam hat heute den zweiten seiner Vorträge zu Gunsten der PA eingeschickt, entschieden u ehrlich, verständnisvoll on ne peut pas mieux. Das war eine Reise und einen chronischen Darmkatarrh wert.
Ich bearbeite jetzt die Denkwürdigkeiten von Schreber u komme so in sie Paranoiafrage, die mich ungemein interessiert.
Mit herzlichen Grüssen für Sie u Ihre liebe Frau u besten Wünschen für Ihren Vater
Ihr
Freud
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