S.

[Briefkopf Poliklinik der BPV, Berlin]a 15. VI. 1922

Lieber Herr Professor,

Auf dem Wege zur Klinik erhielt ich Ihren Brief und benutze eine freie halbe Stunde, um Ihnen zu antworten.

Wollen Sie, bitte, Pankejeff 5000 oder 10.000 Mark einstweilen geben, damit er sofort etwas für seine Frau tun kann. Und erlauben Sie mir, Ihnen jetzt 20.000 M für derartige Unterstützungszwecke, oder den gleichen, zur Verfügung zu stellen. Sobald ich aus dem Briefe Pankejeffs etwas Genaueres über jene Uhr erfahre und Ernst wieder in Berlin ist – er weilt gegenwärtig mit Lucie und Gabriel in Gaglow1 –, übergebe ich ihm die Angelegenheit zur eventuellen Realisierung.

Daß von unserem Fond nun bereits 750.000 M nach Wien überwiesen sind und Rank bald auch den Rest haben will, wissen Sie gewiß, lieber Herr Professor, da wird ein Umrechnungsspiel zu Ende sein. Hoffentlich lassen sich dann bald andere Gelegenheiten finden.

Für die warmen Grüße an Mirra herzlichsten Dank. Ich bin mit ihrem Befinden zufrieden.

Ihr herzlich ergebener

Max Eitingon

 

a Gedruckter Briefkopf: Poliklinik der Berliner Psychoanalytischen Vereinigung, Berlin W. 35, Potsdamer Str. 29.