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S.
6. 2. 1932
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19Liebe Jeanne
Ich freue mich sehr mit Ihren Briefen, ihrem Inhalt und der Stimmung, von der sie zeugen u halte an der Hoffnung fest, dass die Ereignisse sie [sic] auf keine harte Probe stellen werden. Dass Sie mir der von mir geschickten Pat so unangenehme Dinge erleben mussten, hat mich sehr geärgert, liess sich je nicht voraussehen. Es soll mich in ähnlichen Fällen nicht abhalten.
Anna hat sich auf dem Semmering rasch erholt; zu rasch eigentlich, ich hätte gewünscht, dass sie länger geblieben wäre. Es ist jetzt Mode, die Grippe nach kurzem Intervall wieder zu bekommen.
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S.
Den Verlag werden wir wahrscheinlich erhalten dh. ich bin bereit, die grossen Geldopfer auf mich zu nehmen, die es kosten wird. Beiträge von Eitingon, Brill u der Jackson haben mich unterstützt. Die Sache mit Reich ist, wie Sie wissen werden, in Bernfeld's Händen. Ich denke sehr daran, Fenichel durch eine Wiener Redaktion zu ersetzen, es wird auch bequemer und sparsamer sein. Überall Umsturz u Unordnung, Neuordnung erforderlich.
Ich bin weder mit der Prothese noch mit der sonstigen Gesundheit sehr zufrieden. Der Winter ist nicht gut für alte Leute.
Mit herzl Grüssen bes. für Ihre grosse Tochter
Ihr
Freud