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S.
23. X. 1932
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19Meine liebe Jeanne
Nur einige Zeilen um die Korrespondenz nicht einfrieren zu lassen. Ich freue mich immer mit Ihren Mitteilungen und Schilderungen.
Hans' letzter Anfall darf doch als "fruste" bezeichnet werden, giebt gute Aussichten. Dass ich bei Edith Recht habe, hat mich sehr amüsirt. Hier wenig Neues. Ich befinde mich wol, habe noch Wundschmerzen von den letzten Verbrennungen am 6 dM. Fünf Stunden Arbeit mit wenig Geldertrag, auch keine Aussicht auf mehr. Ruth ist eine sehr unregelmässige Patientin und durch ihre organischen Komplikationen schwer fassbar.
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S.
Von den 7 neuen Vorlesgen sind drei bereits gesetzt und korrigirt.
Ferenczi hat, wie Sie vielleicht schon wissen, perniziöse Anaemie, erholt sich gut bei der Lebertherapie. Unsere Beziehungen sind unterbrochen, aber sein Arzt Dr Levy hält mich unterrichtet.
Mathilde hat sich in der That nach dem Röntgensturm rasch erholt.
Ich grüsse Sie herzlich mit allen Ihren
Ihr Freud