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25. 3. 1932
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19Meine liebe Jeanne
Es ist freilich unerwünscht zu hören, dass der Hans diesmal so lange in seinem Zustand verbleibt und dass Sachs eben jetzt eine Pause macht. Eigentlich sollte der Pat. während einer solchen Zeit auch einen Urlaub vom Ort seiner Schwierigkeiten nehmen. Geht das nicht in seinem Fall?
Ich bin über die Schmerzen und Störungen der Funktion jetzt bald hinaus. Da diese Operationen nicht zur Verbesserung der Funktion sondern aus Vorsicht gemacht werden, hat man sozusagen nichts von ihnen. Nur die Frage, wann kommt die nächste? Das Ganze ist recht unbehaglich u meine Sicherheit, dass ich in den folgenden
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Monaten die Arbeit werde durchführen können, ist natürlich nicht übergross. Bisher konnte ich wenig für sie vorbereiten.
Unsere Nächsten und Liebsten als Naturprodukte zu betrachten wie alles andere und die ihnen bestimmten Schicksale anzunehmen, ist vielleicht noch schwerer als sich in die eigenen Schicksale zu finden. Nein das Lustprinzip kommt im Leben nicht auf seine Rechnung. An der eigenen Person kann man aber immer einen gewissen Halt finden, andere entschwinden einem so leicht.
Man möchte die wärmsten Ostergrüsse hinausschicken, wäre es nur nicht noch immer so richtig unfrühlingshaft. Aber in ungeminderter Herzlichkeit
Ihr Freud