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[Briefkopf Wien] 9. 2. 19 Lieber Freund Ich konstatiere, daß es hier im Zimmer bitterkalt ist, und setze fort, daß ich mit Befriedigung von verschiedenen Seiten über Ihr besseres Befinden und die Ankunft Ihres Referats gehört habe. Von E. Simmel steht es aber noch aus; ich habe von ihm keinerlei Äußerung vernommen, und auch Sie erwähnen seiner in Ihrem Briefe nicht. Die Arbeit für den Verlag geht sehr gut vorwärts. Rank ist wirklich hervorragend tüchtig und eifrig. Das zweite Heft der Zeitschrift ist fast vollständig gesetzt, das erste reist aus Tschechien hieher, Papier ist angekauft. Es ist die Rede von einer Reise Ranks in die Schweiz, um mit Jones zusammenzutreffen und vielleicht die Organisation ein Stück weiter auszubauen. Wir sind herzlich froh, in unserem Jardin secret arbeiten zu können, während der Sturm draußen alles verwüstet.
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Vereinsleben hier, in Budapest und bei den Holländern lebhaft. Wir hoffen, bald auch bei Ihnen in Berlin. Die letzte Zeit hat mir mehrere neue Auflagen und Übersetzungen gebracht: Leonardo die jüngste davon; die holländische Übersetzung der Vorlesungen ist in erster Hälfte erschienen, eine dänische der amerikanischen Vorlesung[en] ist gesichert. Ich verweile nicht ohne Absicht bei diesen Lichtseiten der Situation. Das andere auszumalen führte zu weit. Ich habe viel zu tun, aber – – – . Von Martin, der in Genua ist, seither keine Nach- richt. Er würde hier allerdings Arbeit nicht versäumen. Unlängst hatte ich den Besuch eines Amerikaners aus Wilsons Stab. Er kam in Begleitung von zwei Körben Nahrungsmittel und tauschte sie gegen Exemplare von Vorlesung[en] und Alltagsleben ein. Er ließ uns Zuversicht zum Präsidenten haben. Ich grüße Sie und Ihre liebe Frau herzlich. Ihr Freud
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