S.

[Briefkopf Wien] 21. VI. 25

Lieber Freund!
Ich höre zu meinem Erstaunen, aber auch zu meinem Mißvergnügen von Sachs, daß Ihre Erkrankung noch immer nicht abgelaufen ist. Das paßt mir nicht zu Ihnen. Ich will Sie mir nur als stetig unbeirrt Fortarbeitenden vorstellen. Ihr Kranksein empfinde ich als eine Art von unlauterem Wettbewerb und ersuche Sie, baldigst davon abzulassen. Ich erwarte Nachricht über Ihr Befinden aus Ihrer unmittelbaren Nähe und grüße Sie unterdes mit den herzlichsten Wünschen.
Ihr Freud