• S.

    PROF. DR. FREUD
    WIEN, IX. BERGGASSE 19. 

    25.XII.12

    Lieber Freund

    Aber selbstverständlich. Ge-
    trauen Sie sich doch Ihrer 
    eigenen Macht u entscheiden 
    Sie darüber mit Rank 
    wie Sie wollen.

    Unterdeß haben Sie auch meinen 
    langen Brief erhalten. Ich bin 
    dabei, mir eine ganz reservirte 
    Haltung gegen Zürich zurecht-
    zulegen, aber von Bewerbung 
    wird keine Spur mehr sein. 
    Die sachliche Korrespondenz 
    mit Jung, z.B. ob Sie schon 
    auf die erste Num̄er 
    das „offiz. Organ“ setzen 
    dürfen, wird Ihnen zufallen. 

  • S.

    Vorläufig muß man noch die 
    Antwort von New York 
    u dann den Kontraktentwurf 
    abwarten.

    Ich wünsche Ihnen Geduld 
    mit der Krankheit, um 
    bald fertig zu werden

    Ich weiß, daß Frau G. in Hotel 
    Regina ist.

    Herzl. Gruß 
    Ihr 
    Freud