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S.
26. XII. 17.
PROF. DR. Freud WIEN, IX., BERGGASSE 19.
Lieber Freund Ich fürchte Sie haben aus meinem letzten Brief den Schluß gezogen, daß ich nicht gerne an Kraus schreibe, und besorgen daher, daß dieser versprochene Brief an rätselhaften Hindernissen scheitern wird. Daher zur Beruhigung die Nachricht, daß ich ihn bereits in bester Ordnung abgeschickt habe. Es hat mich allerdings einiges Zähneknirschen gekostet. An dem Komplex war ein Stück, gegen das man sich sträuben muß, und ein anderes, das den Sieg über das Sträuben davontrug.
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S.
Die beiden Stücke sind natürlich der Ärger, daß man in die Lage kommt, etwas von der feindseligen Welt zu erbitten, und die Erwägung, daß es Ihnen vielleicht zum Vorteil gereicht. Ich wollte, das letztere wäre richtig. Rank war gestern bei mir. Er sitzt jetzt als Gefangener der Redaktion der Krakauer Zeitung recht fest und ist sehr herunter in der Stimmung. Trifft Sie der Brief zu Neujahr, so möge er das Ende des Exils und den Neubeginn des selbständigen Lebens für Sie einleiten. Herzlich Ihr Freud
Berggasse 19
Wien 1090
Austria
C15F1