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    [Briefkopf Wien] 9. Dez. 21

    Lieber Freund
    Ich bin durch Ihre Nachricht über Sachs sehr erfreut, wie jedesmal, wenn ich Grund zur Annahme bekomme, daß ich aus Altersgrämlichkeit Dinge zu ungünstig sehe. Sachs ist mir leider in den letzten Jahren etwas entfremdet worden und weiß es ja auch selbst.
    Im Namen meiner Hausfrau soll ich Sie einladen unser Gast zu sein, wenn sie um Neujahr zu Ihrem Vortrag hieherkommen. Wir haben ein Zimmer als Gastzimmer eingerichtet, das gegenwärtig von Frau Lou Andreas bewohnt wird. Sie lobt es sehr, wir wissen es ist nicht ideal, aber immer noch so gut wie ein Hotelzimmer – die jetzt schreck-

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    lich teuer sind – und es wird warm geheizt.
    Mit herzlichen Grüßen für Sie mit Frau und Kindern
    Ihr Freud