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    Allenstein 11. 8. 18 Lieber Herr Professor, Seit sehr langer Zeit habe ich nichts von Ihnen vernommen. Meinen letzten Brief haben Sie aber, wie ich durch Frl. Haas weiß, erhalten. Ich nehme an, daß Ihre Stimmung der Korrespondenz nicht sehr günstig ist. Ich hoffe sehr, daß das geplante Zusammentreffen eine reichliche Entschädigung für die seltener gewordene Korrespondenz geben wird. Ich hoffe ferner, daß es Ihnen und den Ihrigen den Verhältnissen entsprechend gut geht und daß Sie in der Tatra gute Erholung finden. Frl. H. ist seit 1. 8. hier. In der Aufklärung ihrer Widerstände machen

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    wir gute Fortschritte; ich bin trotzdem sehr skeptisch hinsichtlich des Erfolges. Ihr zwölfjähriger Neffe, den ich ebenfalls behandle – meine erste Kinderanalyse – verspricht sehr Gutes. Unsre Ferienreise hat uns ziemlich gute Erholung gebracht. Demnächst geht mein Kollege Liebermann in Urlaub. Er hofft, Sie in seiner Vaterstadt Hamburg zu treffen. Es sind fast vier Jahre, daß ich Sie, lieber Herr Professor nicht gesehen habe. Ich freue mich auf Breslau ganz außerordentlich und erwarte, daß diese Tage – außer der Vorlust, die schon jetzt wohltut – eine recht intensive Nachwirkung hinterlassen werden . Mit herzlichen Grüßen von Haus zu Haus Ihr Karl Abraham