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Grunewald, 16. 8. 21.
Lieber Herr Professor,
Ich schulde Ihnen Dank für die prompte Beantwortung meiner Bitte und freue mich Ihrer Zustimmung zu den Resultaten der kleinen Arbeit. Wegen des »Hohlwegs« hätte ich mir gern Auskunft verschafft, da ich aber nicht sogleich einen Sachverständigen zur Hand habe, so zog ich es vor, diese Einzelheit ganz zu streichen.
Die nächsten Wochen werden Sie in Seefeld mit den Ihrigen hoffentlich recht genießen können. Ich werde inzwischen bis zu unserm Rendezvous weiter arbeiten. Selten hatte ich ein wissenschaftlich so befriedigendes Material. Es scheint, daß eine Ergänzung zum Melancholie-Problem heranreift; vielleicht kann ich im Herbst darüber berichten, ebenso wie über ein paar andre neue Funde.
Ihr Ernst, der ein sehr stolzer und glücklicher Vater ist, war kürzlich einen Abend bei uns. Er entwirft mir eine Neueinrichtung meines Arbeitszimmers, die sehr schön zu werden verspricht.
Nun habe ich noch zwei Fragen, deren Beantwortung ganz und gar nicht eilig ist. Vielleicht geben Sie mir im Laufe der nächsten Wochen mal einen kurzen Bescheid darauf.
1.) Wäre es Ihnen recht, wenn ich Sie zu unsrer Zusammen -
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kunft von Hamburg abholte, sodaß wir zusammen zum allgemeinen Treffpunkt Hannover führen? (Worüber Näheres im Rundbrief, der Ihnen in diesen Tagen via Rank zugeht.) Ich möchte in diesem Falle Herrn Halberstadt bitten, eine photographische Aufnahme von mir während meines Aufenthaltes dort zu machen.
2.) In einem früheren Rundbrief war erwähnt, daß die Kosten unsrer Zusammenkunft aus einem Fonds bestritten werden sollten. Da ich nun einige Zeit vorher schon für Logis etc. an mehreren Orten sorgen möchte, so wäre es mir angenehm zu wissen, ob ich in der Auswahl von Hotels, Zimmern usw. an bestimmte Grenzen gebunden bin. Nach meiner Ansicht wäre es zwar gar nicht schlimm, wenn jeder zu den Kosten beitrüge; aber da in den erstklassigen Hotels jetzt die Preise sehr gestiegen sind, so wäre es mir angenehm, nicht gänzlich auf eigne Faust handeln zu müssen.
Sachs ist gestern zurückgekehrt und war abends unser Gast. Er ist erheblich schlanker geworden, befindet sich aber wohl. Sonst nichts Neues von hier. Meine Frau und ich grüßen Sie und die Ihrigen alle aufs herzlichste!
Ihr Abraham
Bismarckallee 14
Berlin – Grunewald 14193
Germany
Kuhrheim
Seefeld 6100
Austria
C15F7