• S.

    [Briefkopf VI Berlin]
    Sils-Maria, Haus Gilly
    22. 7. 24

    Lieber Herr Professor,
    Wenn alles nach Ihrem Plan gegangen ist, so sind Sie nun auch schon 14 Tage im Genuß Ihrer Sommerferien, und ich wünsche von ganzem Herzen, daß diese Zeit von möglichst wenig Beschwerden gestört war. Ich danke Ihnen herzlich für Ihren Brief und sende Ihnen heute mein Manuskript. Früher wollte ich Sie damit nicht behelligen. Zum Glück ist es kurz, der halbstündigen Dauer des Vortrags entsprechend, und wird Ihnen also auch höchstens eine halbe Stunde rauben.
    Ich werde am Schluß unsres Aufenthalts in Sils es einrichten, Sie, lieber Herr Professor, dort aufzusuchen. Aber ich bitte sehr darum, daß Sie mir unverhüllt absagen, falls ich Ihnen nicht gelegen komme. Ich werde mich rechtzeitig nochmals avisieren, vermutlich etwa zum 10. August.
    Kürzlich hatte ich ein paar Zeilen von Mrs. Strachey, die Sie freundl.[icherweise] an mich gewiesen haben. Ich denke,

  • S.

    sie wird wohl am 1. X. zu mir kommen.
    Uns geht es hier sehr gut. Auch nach vierwöchigem Aufent- halt ist Sils noch herrlich wie am ersten Tag. Ihnen allen recht gesunde und erholsame Ferien wünschend bin ich mit vielen Grüßen von uns allen
    Ihr Karl Abraham