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    [Briefkopf VI Berlin] 26. 2. 25

    Lieber Herr Professor,
    Zunächst einmal recht herzlichen Dank für die »Selbstdarstellung«; ich habe sie sogleich nochmals mit demselben Genuß gelesen wie vor einem halben Jahr auf dem Semmering. Und dann muß ich meiner großen Freude Ausdruck geben über Ihre Absicht, zum Kongreß zu kommen! Es ist mir ein Beweis Ihres guten Gesundheitszustandes, daß Sie wieder Pläne machen und Ihre Anwesenheit beim Kongreß als etwas Selbstverständliches betrachten.
    Inzwischen haben Sie wohl von London meine Korrespondenz mit den Schweizern erhalten; ich gab sie zuerst an Ernest, weil er im Rundbrief Bedenken gegen die Änderung des Kongreß- Ortes erhoben hatte. Heute erhielt ich bereits einen Brief von ihm, in welchem er den Einspruch zurückzieht.
    Was das Datum des Kongresses betrifft, so habe ich mich nachträglich überzeugt, daß in Salzburg beschlossen wurde, Ende August oder Anfang September zusammenzukommen. Der Ände-
    rung des bereits festgesetzten Datums (3.-5. IX.) stände also von uns aus nichts im Wege, außer dem allgemeinen

  • S.

    Bedenken, daß solche Änderungen immer etwas Mißliches haben. Nun hat aber eine durch Landauer vorgenommene Anfrage in Homburg ergeben, daß die letzte Augustwoche noch zur »Saison« gehört und daß wir da viel weniger gut und bequem untergebracht sein wür- den. Einem Vorschlag von Ernest entsprechend möchte ich nun Sie, lieber Herr Professor, um Ihre Ansicht fragen, wobei natürlich auch Ihre  Bequemlichkeit hinsichtlich Ihrer Reisedispositionen Rücksicht finden soll. Wären Sie dafür, den Engländern wenigstens um ein paar Tage entgegenzukommen, das wäre: vom 31. August bis 2. September statt vom 3.-5. September zu tagen? In diesem Fall würden wir die Änderung treffen und durch Zirkular sogleich bekannt geben. – –
    Auf die Frage der Diskussion über Technik in der Zeitschrift komme ich demnächst zurück!
    Mit vielen herzlichen Grüßen für Sie und die Ihrigen von meiner Frau und mir
    Ihr Abraham