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[Briefkopf V Berlin] 25. 5. 20
Lieber Herr Professor,
Wie schade, daß wir Sie bei Ernsts Hochzeit vermissen mußten! So will ich Ihnen wenigstens sagen, daß der Eindruck des jungen Paares an diesem Tage so erfreulich war, daß man sich zu einer guten Prognose für die Ehe berechtigt fühlte. Nochmals also alle guten Wünsche!
Ihre Gattin und Tochter sahen wir leider nur flüchtig. Letztere überbringt Ihnen meine Sammlung. Ich danke Ihnen, daß Sie meiner gedacht haben. Ein Vorwort sende ich noch nach; ich fand heute nicht die -
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Zeit zur Niederschrift. Vor einigen Tagen schrieb ich an Rank, daß ich auch ein paar nicht-medizinische Artikel anfügen möchte, habe mich aber entschlossen, sie weg zu lassen, da sie die Einheitlichkeit des Ganzen stören würden.
Meine Sache beim Ministerium schwebt noch. Morgen hoffe ich zu hören, in welchem Stadium sie sich befindet. Ich habe Grund zur Annahme, daß das Gutachten der Fakultät (d.h. Bonhoeffers) nicht ganz ablehnend ausfallen wird. Sobald ich mehr weiß, schreibe ich.
Wie steht es mit dem Programm für Haag? Wollen Sie dort über Massenpsychologie reden? Ich habe als eventuelles Thema den weiblichen Kastrationskomplex ins Auge gefaßt.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Karl Abraham
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